Im Gespräch: Dr. Clemens Fischer über medizinisches Cannabis, Gründergeist und den Aufbruch in der Schmerztherapie

Berlin – Der visionäre Pharmaunternehmer und Arzt Dr. Clemens Fischer will Akzente in der Schmerzmedizin setzen und die Opioid-Krise grundlegend hinterfragen. Im Interview mit APOTHEKE ADHOC verrät er, wie sein neu entwickeltes rezeptpflichtiges Cannabis-Medikament „Exilby“ entstanden ist, warum er an brancheneigene Visionen glaubt und weshalb jetzt das Zeitalter mutiger Innovationen für Apotheken beginnt.

heute 19:19 Uhr | 3 mal gelesen

Dr. Clemens Fischer – bekannt für Erfolge wie Yokebe und Kijimea – stürzt sich nun auf eines der hartnäckigsten Probleme der Gegenwart: chronische Schmerzen und die unreflektierte Verschreibung von Opioiden. Trotz technologischem Fortschritt, so Fischer, gäbe es zu viele blinde Flecken und zu wenige verträgliche Alternativen in der Therapie. Mit Exilby, seinem neuen Cannabis-Arzneimittel auf Rezept, will er nicht weniger als einen Paradigmenwechsel einleiten – und nimmt es dabei durchaus mit Größen wie Elon Musk auf, wie er schmunzelnd anmerkt.

Doch der Weg dorthin war alles andere als gerade: Weder bei Anbau noch Herstellung verfügte das Team zu Beginn über tiefgehende Expertise. Fischer schildert offen, dass die anfängliche Ahnungslosigkeit kein Hindernis, sondern Antrieb war: „Mit Leidenschaft, Beharrlichkeit und schlaflosen Nächten wächst aus Unkenntnis oft Neugier, und aus Neugier schließlich professionelle Erfahrung.“

Diese Überzeugung und Energie möchte Fischer in die Apothekenwelt tragen: Seine Botschaft – man muss nicht Konzernstrukturen kopieren oder sich einschüchtern lassen. „Seid mutig, bleibt dran, folgt eurem Traum – dann könnt ihr mit den Großen nicht nur mithalten, sondern sie zuweilen sogar überholen.“

Im vollständigen Gespräch geht es nicht nur um die verschlungenen Wege medizinischer Cannabisprodukte, sondern auch um Grenzen des Machbaren, Zukunftsthemen wie Gehirn-Interfaces und die persönlichen Höhen und Tiefen eines unermüdlichen Gründers.

Den gesamten Dialog gibt es hier als Text: APOTHEKE ADHOC

Und als Interview-Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=OFLuRuZEYkA

Übrigens: APOTHEKE ADHOC vernetzt die Branche nicht nur digital, sondern ist mit Formaten wie der APOTHEKENTOUR oder VISION.A Konferenz auch offline tonangebend und beteiligt sich lebendig am branchenspezifischen Austausch zu brisanten Innovationsthemen.

Pressekontakt: Constantin Arens – presse@elpato.de – ELPATO Medien GmbH

Dr. Clemens Fischer, der mit seinen unternehmerischen Erfahrungen bereits den Apotheken- und Pharmamarkt geprägt hat, setzt mit Exilby einen überraschenden neuen Akzent. Sein Ziel: eine Welt ohne chronische Schmerzen – oder zumindest mit weniger Abhängigkeit von Opioiden. Bemerkenswert ist, wie offen Fischer über seinen ganz eigenen holprigen Weg zur Zulassung spricht, über Anlaufschwierigkeiten und darüber, dass auch völlige Ahnungslosigkeit, gepaart mit Neugier, zur Initialzündung für Innovation werden kann. Fischer ruft Apotheker:innen, PTA und Ärzt:innen auf, an ihre Ideen zu glauben, auch wenn sie sich gegen Branchenriesen behaupten müssen. Er will beweisen, dass Herzblut, Wissensdurst und Mut manchmal wichtiger sind als perfektes Vorwissen oder Kapitalstärke. Übrigens ist die Zulassung von Exilby auch im Lichte der weiter eskalierenden Opioid-Problematik eine relevante Meldung, zumal die Nachfrage nach alternativen Therapien für chronische Schmerzen wächst. International ist Deutschland nach Kanada einer der wichtigsten Märkte für Cannabis-Arzneimittel; Kritik an komplizierten Regulierungen bleibt, doch die Bereitschaft zum Sektorwechsel und zur Start-up-Mentalität scheint gerade in der Branche zu wachsen. Gerade in den letzten Tagen gab es diverse Beiträge zur Ausweitung medizinischer Cannabis-Behandlungen, zu den gesellschaftlichen Hürden bei der Opioid-Prävention und zu innovativen Wegen in der Versorgung – etwa auch in politischen Debatten und neuen Versorgungsmodellen. (Letzte Recherche am: 14.06.2024)

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