Grote pocht auf raschere Abschiebungen von Straftätern mit syrischem Pass – dabei bleibt jedoch unklar, wie viele Menschen das realistisch betrifft, weil zahlreiche Ausnahmegründe bestehen. Ein großes Thema bleibt die Balance zwischen rechtlicher Pflicht zur Ausweisung und der gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Integration der Menschen: Ein vorschnelles Abschieben würde Unternehmen und soziale Strukturen empfindlich treffen. Die politische Linie in Berlin bleibt bislang zurückhaltend: Aussagen zu Rückkehrquoten wirken eher wie Absichtserklärungen als bindende Ziele. Aktuell berichten Medien zusätzlich, dass eine innerdeutsche Debatte um sichere Herkunftsländer und individuelle Gefahreneinschätzungen weiter schwelt. In den letzten 48 Stunden brachten Zeitungen neue Details: Das BAMF prüft derzeit, ob der generelle Schutzstatus von Syrern angesichts regionaler Verbesserungen in Syrien schrittweise aufgehoben werden kann, was zu neuen Ausreisepflichten führen würde. Derweil entstehen in mehreren Bundesländern neue Rechtsstreitigkeiten zu Härtefällen, insbesondere bei gut integrierten Geflüchteten (Quelle: FAZ, Zeit.de). Es bleibt zudem eine offene Wunde, wie verlässlich und rechtlich sicher Abschiebungen nach Syrien überhaupt möglich sind, da regelmäßig Berichte über Misshandlungen und schlechte Haftbedingungen auftauchen (Quelle: Süddeutsche).
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