Im Mai 2024 sind die Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften in Deutschland zwar spürbar zurückgegangen, aber dieser Effekt wird stark durch die niedrige Zahl an Arbeitstagen im Mai beeinflusst. Die Logistik- und Verkehrsbranche leidet massiv unter den Pleitewellen, wahrscheinlich auch bedingt durch hohe Dieselpreise und die angespannte wirtschaftliche Lage infolge anhaltender konjunktureller Unsicherheit. Experten des IWH warnen trotzdem: Frühindikatoren deuten darauf hin, dass sich die Situation in den kommenden Monaten kaum verbessern dürfte, zumal strukturelle Kostendruckfaktoren und stockende Auftragseingänge die Lage vieler Unternehmen verschärfen. Auf aktuellen Nachrichtenseiten fand ich folgende Ergänzungen: - Die wirtschaftliche Unsicherheit in Deutschland sorgt laut Wirtschaftsexperten für eine angespannte Lage bei vielen mittelständischen Unternehmen, die mit schwacher Nachfrage und hohen Lohnkosten kämpften. Manche Firmen, besonders in energieintensiven Branchen, berichten über zunehmende Finanzierungsschwierigkeiten und Zurückhaltung bei Investitionen. (Quelle: FAZ) - Die Bundesregierung berät derzeit über weitere Maßnahmen, um Unternehmen in schwierigen Branchen wie Transport und Logistik gezielt zu entlasten, etwa durch Steueranpassungen oder Zuschüsse. Gleichzeitig werden Anreize für Investitionen in Effizienz und Transformation hin zu erneuerbaren Energien diskutiert, was allerdings Zeit braucht, um wirklich Wirkung zu zeigen. (Quelle: Süddeutsche Zeitung) - Einige Wirtschaftsforscher sehen eine gewisse Normalisierung nach der coronabedingten Aussetzung der Insolvenzantragspflicht: Viele Firmen, die künstlich am Leben gehalten wurden, melden nun Insolvenz an, was sich jedoch mittelfristig stabilisierend auf den Markt auswirken könne, weil überfällige Marktbereinigungen Platz für innovativere Wettbewerber schaffen. (Quelle: Der Spiegel)