Jugend forscht gibt unter dem Motto „Wozu Zukunft? Finde deine Antwort.“ das Startsignal für die 62. Wettbewerbsrunde – in einer Zeit, die vielen eher Kopfzerbrechen als Zuversicht bereitet. Zukunft klingt nicht nach Selbstläufer, sondern nach einer Frage, die viele zum Grübeln bringt. Aber Hand aufs Herz: Wer, wenn nicht die jungen Tüftlerinnen und Tüftler, kann den Stillstand in Bewegung verwandeln? Gefragt sind Kinder, Jugendliche, Azubis oder frische Studierende bis 21 Jahre, die ihre Neugier in eigene Experimente, Designs und Theorien packen.
Ob alleine oder mit Freund*innen – der Weg ist offen, vorausgesetzt, das Fachgebiet stimmt: Biologie, Chemie, Technik, Mathe/Informatik, Physik, Geo-/Raumwissenschaften oder Arbeitswelt warten jeweils auf kluge Köpfe. Niemand schreibt die Aufgaben vor, der Forschungsdrang gibt die Richtung an. Die Anmeldung – denkbar unkompliziert – ist online bis zum 30. November 2026 möglich. Dann, ab Januar, müssen alle eine schriftliche Ausarbeitung vorlegen; ab Februar treten sie bei den Regionalrunden an. Wer dort überzeugt, kann sich übers Landesfinale zum Bundesfinale (Mai 2027) hocharbeiten – mit Auszeichnungen und Preisen von über einer Million Euro insgesamt im Blick.
Warum teilnehmen? Es geht nicht nur um Preise: Die Geschäftsführerin Dr. Jessica Bönsch betont, wie Jugend forscht Kreativität, Teamarbeit, kritisches Prüfen und Kommunikation stärkt – Fähigkeiten, die in einer chaotischen Gegenwart mehr zählen denn je. Wer nicht nur zuschaut, sondern selbst die Ärmel hochkrempeln will, ist gefragt. Alle Infos, Teilnahmehinweise, Anmeldetools und Kontaktmöglichkeiten sind auf www.jugend-forscht.de zu finden. Vielleicht ist die Zukunft ja weniger Schicksal, sondern eine Einladung zum Mitgestalten – und bei Jugend forscht beginnt sie jetzt.
Der Wettbewerb „Jugend forscht“ 2027 markiert nicht nur einen weiteren Zyklus für junge Innovationsfreudige, sondern legt angesichts der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten einen stärkeren Fokus auf Eigeninitiative und Gestaltungsdrang. Neuere Entwicklungen im Bereich MINT-Förderung zeigen, dass die Beteiligung an Wettbewerben wie Jugend forscht oft wegweisend für spätere Karrieren in Forschung und Technologie ist und gleichzeitig Schlüsselkompetenzen wie Problemlösefähigkeit, Teamarbeit und Resilienz trainiert werden. Zugleich setzen die Veranstaltenden verstärkt auf digitale Formate und niedrigschwellige Zugänge, um mehr Diversität und Teilhabe zu ermöglichen – eine Tendenz, die sich auch bei anderen Innovationswettbewerben in Europa beobachten lässt.