Kerosin-Versorgung am BER: Flughafen bleibt trotz Pipeline-Sorgen gelassen

Obwohl Berichte über einen drohenden Ausfall der Druschba-Pipeline kursieren, sieht der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) derzeit keinen Grund zur Sorge – die Kerosinversorgung scheint stabil.

heute 11:59 Uhr | 2 mal gelesen

Bislang hat laut Sprecher der Flughafengesellschaft noch keine Airline einen Flug am BER wegen fehlenden Kerosins gestrichen – zumindest ist davon bisher nichts an offizieller Seite angekommen. Die Situation rund um die angekündigte Unterbrechung der kasachischen Rohöllieferung über die Druschba-Pipeline ist aktuell nicht weiter konkretisiert worden; was da wirklich kommt, bleibt also abzuwarten. Dass der BER darauf direkten Einfluss hätte, wurde deutlich verneint – schließlich wird das Tanklager von einer eigenständigen, privaten Firma betrieben, die ihrerseits keinerlei Engpässe gemeldet hat. Die tatsächliche Verantwortung für Versorgung, Vorräte und die operativen Abläufe tragen die Mineralölunternehmen und deren Geschäftspartner, nicht der BER selbst. Auf die Frage nach möglichen Engpässen oder einer Prognose für die Zeit nach einem etwaigen Pipeline-Stillstand erfolgte eine Ausweichantwort: Man könne und wolle das nicht kommentieren – zuständig seien dafür ganz klar die Airlines oder eben die Tankfirmen. Ein wenig ratlos, aber im Kern ruhig.

Der BER sieht aktuell trotz internationaler Anspannungen wegen eines möglichen Lieferstopps über die Druschba-Pipeline keine konkreten Risiken für den eigenen Betrieb. Die Versorgung mit Kerosin wird von privaten Firmen organisiert, die bislang keinen Notstand melden, und die Flughafenbetreiber verweisen auf die Verantwortung der Mineralölkonzerne. Allerdings wächst das grundsätzliche Risiko für die Versorgungssicherheit in Deutschland angesichts geopolitischer Unsicherheiten, wie verschiedene Analysen und Pressestimmen in den vergangenen Stunden betonten. Laut einem aktuellen Artikel in der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' wird auf Bundesebene verstärkt an Notfallplänen und alternativen Beschaffungswegen gearbeitet, um eine breitere Abhängigkeit zu vermeiden. Das Bundeswirtschaftsministerium hat zudem angekündigt, die strategischen Reserven zu evaluieren und gegebenenfalls auszubauen, um Engpässen im Luftverkehr dauerhaft vorzubeugen.

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