Bilger widerspricht Forderung nach Aus für die Sommerpause im Bundestag

Steffen Bilger, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, hält wenig davon, die Sommerpause des Bundestags zu kippen. Er betont, dass Abgeordnete auch während der sitzungsfreien Zeit weiterhin engagiert arbeiten – nur eben nicht auf der großen Bühne.

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Im hektischen Treiben der Berliner Politik wird die Sommerpause offenbar nicht zum Faulenzen genutzt – das gilt jedenfalls, wenn man Steffen Bilger Glauben schenkt. Der Unionspolitiker, der nicht selten das Wort führt, verteidigt die geplante sitzungsfreie Zeit: 'Nur weil wir Sommerpause haben, heißt das nicht, dass die Abgeordneten alle Viere von sich strecken.' Statt gelangweilt am Baggersee zu sitzen, laufen Berichterstattergespräche, Arbeitsgruppen-Meetings und Koalitionsgespräche weiter, sagt Bilger im Gespräch mit RTL und ntv. Interessanterweise ist das Bundeskabinett ohnehin den ganzen Sommer am Arbeiten – was, wenn man genauer hinsieht, wenig von der oft bemühten Metapher des stillstehenden Politikbetriebs während der heißen Monate übriglässt. Obwohl die Unionsfraktion harte Kritik vom Verband der Familienunternehmer erntet – dort fordert man angesichts wichtiger und aufgeschobener Reformen kurzerhand die Streichung der Sommerpause – sieht Bilger aktuell keinen Grund für Ausschusssondersitzungen. Er schiebt hinterher: Sollte die Situation es erfordern, wären Sondersitzungen schnell organisiert, aber momentan fehle der Anlass. Klingt nach Pragmatismus, aber vielleicht auch nach einem Hauch von politischem Eigeninteresse.

Steffen Bilger spricht sich klar gegen die Idee aus, die Sommerpause des Bundestags abzusagen oder zu verkürzen, auch wenn verschiedene Wirtschaftsverbände aufgrund schleppender Reformen genau das fordern. Der Unionspolitiker sieht die Arbeitsfähigkeit des Parlaments weiterhin gegeben, weil neben informellen Gesprächen auch Sondersitzungen jederzeit möglich wären – bislang gäbe es jedoch keinen Bedarf. Interessanterweise facht die Debatte Grundsatzfragen über Effizienz, Transparenz und Öffentlichkeit politischer Arbeit in saisonalen Pausen an; währenddessen verlangen Unternehmerverbände, bei stockender Gesetzesarbeit dürfe es keine routinemäßige Pause geben. Aktuelle Berichte zeigen zudem: Auch im Jahr 2024 scheint die Debatte um Sommerpausen im Bundestag ein Symbol für das Spannungsfeld zwischen parlamentarischer Selbstorganisation und Erwartungsdruck von außen zu sein.

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