Da staunte man nicht schlecht: Holstein Kiel hat dem 1. FC Kaiserslautern mal eben mit 3:0 den Stecker gezogen. Den Auftakt markierte Tohumcu, der in der 16. Minute aus der Distanz das Netz zappeln ließ – als wär’s die einfachste Sache der Welt. Zehn Minuten vor der Pause erhöhte Harres, und beinahe direkt vor der Halbzeit nickte Zec nach einer Ecke ein. Kiel hielt nach dem Seitenwechsel alles recht ruhig, während Kaiserslautern zwar bemüht war, aber irgendwie die Orientierung im Wattenmeer verlor – groß aufbäumen? Fehlanzeige.
In Elversberg wurde es kaum weniger deutlich. Pherai brachte die Gastgeber nach einer guten halben Stunde auf Kurs, schraubte sein persönliches Torekonto im zweiten Durchgang weiter hoch, ehe Zimmerschied das Buch in der 62. Minute endgültig zuschlug. Karlsruhe fand im Prinzip keinen Hebel, die Hausherren wirkten im zweiten Durchgang wie ein Uhrwerk – und der KSC hatte recht wenig entgegenzusetzen. Das hat fast schon was von Lehrstunde gehabt. Aber gut, so ist Fußball manchmal.
Beide Spiele des 30. Spieltags der 2. Bundesliga waren klare Angelegenheiten, in denen sich Holstein Kiel und die SV Elversberg jeweils souverän mit 3:0 gegen ihre Gegner durchsetzten. Kiel dominierte gegen Kaiserslautern vor allem in der ersten Hälfte und ließ anschließend nichts mehr anbrennen. Elversberg präsentierte sich besonders im zweiten Durchgang spielfreudig, während Karlsruhe weitgehend blass blieb.
Aktuell steht Holstein Kiel damit weiter stabil auf einem der vorderen Plätze und setzt ein Ausrufezeichen im Aufstiegskampf. Kaiserslautern verpasst wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg, während sich Elversberg in der oberen Tabellenhälfte weiter festsetzt. Karlsruhe dagegen verliert – trotz zuvor guter Serie – etwas an Boden im Rennen um die Topplätze national und rutscht ins Mittelfeld ab. Laut aktuellen Berichten (u.a. von Zeit, Spiegel und FAZ) war es ein zentrales Wochenende im Aufstiegskampf, das die Karten neu mischt.