Der DGB hat ein umfassendes Steuerkonzept vorgestellt, das gezielt Superreiche ins Visier nimmt: Neben einer Reaktivierung der Vermögensteuer für hohe Vermögen fordert der Gewerkschaftsbund eine außergewöhnliche Sonderabgabe von zehn Prozent auf Privatvermögen ab zehn Millionen Euro. Diese Maßnahme, so der DGB, ziele darauf ab, die soziale Balance zu sichern, ohne Kürzungen bei sozialstaatlichen Leistungen durchzudrücken – gerade jetzt, da die Kassen leerer werden und die Ungleichheit zunimmt. Neu ist auch die Forderung nach einer höheren Körperschaftsteuer und der Einführung einer Finanztransaktionssteuer – wobei Kritiker bezweifeln, ob solche Änderungen politisch überhaupt durchsetzbar wären; laut aktuellen Medienberichten wird die soziale und steuerliche Schieflage allerdings auch in der aktuellen politischen Diskussion, etwa in der Ampel-Koalition, zunehmend als Problem erkannt, wie ein Blick auf Meinungsumfragen und Parteiprogramme zeigt.
02.06.26 22:36 Uhr