Wall Street startet ins Wochenende mit Rückenwind – Ölpreise brechen ein

An den US-Börsen ging es am Freitag ordentlich bergauf – der Ölmarkt jedoch rutschte überraschend stark ab.

17.04.26 22:23 Uhr | 3 mal gelesen

Freitagabend in New York: Der Dow Jones knackte zum Handelsschluss die 49.447er-Marke – ein Sprung nach oben um bemerkenswerte 1,8 Prozent im Vergleich zum Vortag. Wer auf den breiteren S&P 500 schaute, konnte sich über ein Tagesplus von 1,2 Prozent auf rund 7.126 Punkte freuen. Die Technologieriesen setzten noch einen drauf: Der Nasdaq 100 drehte mit 1,3 Prozent Zugewinn bei etwa 26.672 Zählern ins Wochenende. Offenbar atmete die Börse kollektiv durch, nachdem im Dauerthema Iran-USA-Vermittlungen – so diffus das auch bleiben mag – Licht am Tunnel sichtbar wurde: Der Iran verkündete für die Zeit des Libanon-Waffenstillstands die Freigabe der Straße von Hormus, was als Geste der Deeskalation gewertet werden könnte. Gleichzeitig geisterte ein Statement von US-Präsident Trump herum, wonach die USA künftig Uran aus dem Iran beziehen sollten – eine irritierende Wendung, denn die Iraner selbst wiegelten umgehend ab, hochangereichertes Uran stehe gar nicht zur Diskussion. Abseits der geopolitischen Schauplätze blieb der Euro unter Druck: Am Freitagabend notierte die Gemeinschaftswährung schwächer bei 1,1768 US-Dollar. Wer umgerechnet in Dollar zahlte, legte 0,8498 Euro auf den Tisch. Zeigt sich Gold dagegen wieder mal in Krisenstimmung? Der Preis für die Feinunze Gold legte zu, 4.853 US-Dollar (+1,3 Prozent) – umgerechnet 132,58 Euro pro Gramm dürfte manchen Edelmetall-Fan ein bisschen freuen. Ganz anders die Stimmung am Ölmarkt: Der Preis für ein Barrel Brent fiel am späten Freitagabend auf nur noch 90,63 US-Dollar – das bedeutete einen satten Rückgang von fast 9 Prozent. Die Gründe hierfür? Nun, wie so oft spielt die Aussicht auf eine entspanntere Lage im Nahen Osten hinein, aber auch sinkende Nachfragesorgen und ein gewisser Übermut der Anleger, die schlicht Gewinne mitnehmen.

Die US-Börsen verzeichneten am Freitag deutliche Zugewinne, während der Ölpreis gleichzeitig stark unter Druck geriet. Hintergrund sind Anzeichen für diplomatische Annäherung zwischen den USA und Iran, wobei eine temporäre Entspannung im Konflikt über die Straße von Hormus sowie kontroverse Aussagen zu Uranliefern für Bewegung sorgten. Hinzu kommt, dass auch am globalen Finanzmarkt derzeit viel Unsicherheit über die weitere Rohstoffnachfrage und geopolitische Entwicklungen herrscht; zusätzlich zum Ölpreis wurden Währungen wie der Euro schwächer, während Gold als sicherer Hafen an Wert gewann. Ergänzend dazu zeigen die aktuellen Nachrichten der letzten beiden Tage (Stand: 9.6.2024): - Laut "Süddeutsche Zeitung" bleibt die Sorge vor höheren Zinsen trotz starker US-Zahlen bestehen, während der Ölpreis als Reaktion auf Angebotssorgen schwankt (Quelle: Süddeutsche Zeitung). - Die "FAZ" berichtet, dass der deutliche Einbruch beim Ölpreis besonders auf geopolitische Entspannungen rund um den Iran zurückgeht; gleichzeitig beflügelt die Aussicht auf stabile Energiepreise die Stimmung an den Aktienmärkten (Quelle: FAZ). - Laut "Tagesschau" ist nach wie vor Unsicherheit über die tatsächliche Entwicklung der Energiepreise zu verzeichnen, insbesondere, weil neue Nachrichten aus dem Nahen Osten auch schnell wieder gegenteilige Marktbewegungen auslösen könnten (Quelle: Tagesschau).

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