Krisenvorsorge: SPD-Mann Wiese mahnt Verbesserungen an

Dirk Wiese, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Bundestag, setzt sich entschieden für eine Sonderrunde zwischen Ministerpräsidenten und Bundesregierung zum Thema Energiesicherheit ein und warnt vor Versäumnissen.

heute 10:49 Uhr | 2 mal gelesen

Die Warnungen kommen deutlich: Während in der Straße von Hormus die Spannungen eskalieren und der US-Präsident mit unberechenbaren Manövern für zusätzliche Unsicherheit sorgt, pocht Dirk Wiese auf mehr Initiative. "Entspannung? Fehlanzeige!" bemerkt Wiese im Gespräch mit RTL und ntv. Die SPD-Ministerpräsidenten haben Recht, eine Sonder-Konferenz zu fordern – die Energieversorgung betrifft schlichtweg alle Bereiche des Landes. Wiese nennt Sorgenkinder wie Kerosin, Aluminium und Helium, aber auch die heikle Lage an den Zapfsäulen. Einziges Gegenmittel: Vorbereitung. Die Verantwortung sieht er gleich auf mehreren Schultern – auch das Kanzleramt müsse ran. Das von Ex-Kanzler Scholz initiierte Energiesicherheitskabinett sei ein Anfang gewesen, aber Wiese stellt klar: "Da ist noch ordentlich Luft nach oben." Bei der Forderung der Luftfahrtbranche, die Flugsteuer zu streichen, bleibt er skeptisch. „Staatshilfe für alle, das geht nicht.“ Sein Plädoyer: Unterstützung gezielt an die weitergeben, die aufs Auto angewiesen sind – der tägliche Weg zur Arbeit steht für viele nicht zur Disposition. Die Regierung reagiert, indem sie den Spritpreis an den Tankstellen drückt – um satte 17 Cent.

Dirk Wiese (SPD) spricht sich angesichts internationaler Krisenlagen wie im Nahen Osten für schärfere und gemeinschaftliche Krisenvorsorge aus und fordert eine Sonderministerpräsidentenkonferenz zur Energieversorgung. Er macht klar, dass neben Kerosin insbesondere die Versorgung mit Aluminium und Helium kritisch ist, und richtet sein Augenmerk auf alltägliche Bedarfe der Bevölkerung, insbesondere Berufspendler. Aktuelle Recherchen zeigen: Experten fordern eine breitere Diversifizierung der Energiequellen, und der Expertenrat für Klimafragen kritisiert die Bundesregierung für die schleppende Umsetzung früherer Empfehlungen; zudem wächst die Sorge vor Preissteigerungen an den Tankstellen angesichts unsicherer internationaler Lieferströme. Die Regierung will kurzfristige Entlastungen schaffen, aber nachhaltige Sicherheitsmechanismen sind nach wie vor unterentwickelt.

Schlagwort aus diesem Artikel