FDP vor Führungswechsel? Unterstützung für Höne wächst

Zyon Braun, der Chef der FDP Brandenburg, hält Henning Höne für den richtigen Kandidaten an der Parteispitze – ein Signal für Veränderung.

heute 17:51 Uhr | 3 mal gelesen

„Henning Höne bringt frischen Wind mit, ist aber kein Neuling im Politikbetrieb“, äußerte Zyon Braun gegenüber dem Spiegel. Dass Höne jetzt um den FDP-Vorsitz konkurriert, ist mehr als ein typischer Personalwechsel – es ist vielleicht der Versuch eines Befreiungsschlags. Mit Christian Dürr hat Höne keinen Leichtgewichtigen zum Herausforderer. Braun betont, die FDP brauche ein neues Team und ein glaubwürdiges Signal, um verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen und die Ära der Interna und Altlasten hinter sich zu lassen. „Ich traue Henning Höne genau das zu“, fügte Braun hinzu. Derweil fordert Hans-Ulrich Rülke, Präsidiumsmitglied der FDP, eine komplette Neuausrichtung mit deutlich spürbarem Schnitt zur Zeit der Ampelkoalition. Er spiele sogar mit der – wohl kühnen – Idee, der Partei einen neuen Namen zu geben. Übrigens: Schon als die FDP 2013 aus dem Bundestag flog, gab es diese Diskussion, aber damals ist sie im Sande verlaufen. Kommt der Umbruch diesmal wirklich?

Der mögliche Wechsel an der FDP-Spitze sorgt für auffallend viel Bewegung in der Partei. Vor allem die Debatte über personelle und inhaltliche Neuausrichtung nimmt Fahrt auf. Neben Höne werden auch Stimmen für radikalere Erneuerungen – wie eine Namensänderung – laut. Interessant: In verschiedenen Medien wird berichtet, dass die FDP angesichts katastrophaler Umfragewerte zum Teil um die parlamentarische Existenz fürchten muss, weshalb die Frage nach Erneuerung nicht nur eine Personalie, sondern eine Überlebensfrage ist. In Hintergrundberichten spiegelt sich, wie stark die Ampel-Politik die Parteiseele belastet; manche wünschen sich annähernd den 'Spirit' der wiederauferstandenen FDP nach 2013 zurück, aber die Unsicherheit dominiert. Höne selbst wird als solide, aber moderate Führungsperson eingeschätzt, die das Partei-Establishment nicht radikal gegen sich aufbringen dürfte. In Interviews klingt durch, dass die Wahl – jenseits persönlicher Präferenzen – zum Lackmustest für die strategische Zukunft der FDP werden könnte.

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