Der mögliche Wechsel an der FDP-Spitze sorgt für auffallend viel Bewegung in der Partei. Vor allem die Debatte über personelle und inhaltliche Neuausrichtung nimmt Fahrt auf. Neben Höne werden auch Stimmen für radikalere Erneuerungen – wie eine Namensänderung – laut. Interessant: In verschiedenen Medien wird berichtet, dass die FDP angesichts katastrophaler Umfragewerte zum Teil um die parlamentarische Existenz fürchten muss, weshalb die Frage nach Erneuerung nicht nur eine Personalie, sondern eine Überlebensfrage ist. In Hintergrundberichten spiegelt sich, wie stark die Ampel-Politik die Parteiseele belastet; manche wünschen sich annähernd den 'Spirit' der wiederauferstandenen FDP nach 2013 zurück, aber die Unsicherheit dominiert. Höne selbst wird als solide, aber moderate Führungsperson eingeschätzt, die das Partei-Establishment nicht radikal gegen sich aufbringen dürfte. In Interviews klingt durch, dass die Wahl – jenseits persönlicher Präferenzen – zum Lackmustest für die strategische Zukunft der FDP werden könnte.