Macron lobt greifbare Ergebnisse beim G7-Gipfel in Évian-les-Bains

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron äußerte sich erfreut über die Resultate des G7-Treffens am Genfer See und sprach von echten Fortschritten.

heute 17:14 Uhr | 3 mal gelesen

Macron hob vor allem die neun verabschiedeten Erklärungen hervor – darunter Themen wie Krebsbekämpfung, internationale Zusammenarbeit, Ebola und Drogenhandel. "Das Tempo und der Umfang dieser Beschlüsse in so kurzer Zeit – das ist bemerkenswert und vielleicht sogar einzigartig", betonte der Präsident sichtbar zufrieden. Die Kooperation der Staaten sei eng, fast schon partnerschaftlich gewesen. Auch Länder außerhalb der klassischen G7, darunter Indien, Brasilien, Ägypten und Kenia, waren diesmal dabei – man wollte wohl breiter reagieren, so Macron, angesichts der gegenwärtigen Krisenlage. Besonders im Fokus: Der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Hier einigten sich die Teilnehmer auf eine weitere Stärkung der ukrainischen Flugabwehr und den Ausbau weitreichender militärischer Fähigkeiten. Und auch auf Hilfe beim Wiederaufbau der Energie-Infrastruktur in der Ukraine konnten sich die Staats- und Regierungschefs verständigen. Ein scheinbar eher technisches, aber entscheidendes Thema war zudem die Diversifizierung globaler Lieferketten. Weniger Abhängigkeit, gerade von neuralgischen Punkten wie der Straße von Hormus, sei das Ziel. "Dass alle G7-Staaten geschlossen dahinter stehen, ist zentral – schließlich hängen Fragezeichen wie Bedrohungen durch ballistische Raketen, die Lage im Libanon oder mögliche nukleare Risiken in dieser Region eng zusammen", so Macrons Einschätzung. Ganz nebenbei: Die Harmonie der Abschlusserklärung war für so ein G7-Treffen keineswegs immer selbstverständlich.

Der diesjährige G7-Gipfel in Évian-les-Bains endete mit bemerkenswert schnellen und umfassenden Vereinbarungen, insbesondere zu Gesundheitsthemen, globaler Entwicklung und Aktionsplänen gegen aktuelle globale Bedrohungen. Die Einbindung von Staaten wie Indien, Brasilien oder Kenia stellt einen Versuch dar, geopolitische Herausforderungen auf breiterer Basis anzugehen. Im Ukraine-Konflikt gab es abgestimmte Zusagen zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit und Energieversorgung, zudem legten die G7-Staaten großen Wert auf die Unabhängigkeit von kritischen Versorgungsrouten wie der Straße von Hormus. – Laut aktuellen Recherchen wurde auf dem Gipfel ebenfalls intensiv über weitere Sanktionsmaßnahmen gegen Russland und deren wirtschaftliche Folgen diskutiert. Die Debatte um Klimaschutzmaßnahmen blieb umstritten; es fehlte an konkreten gemeinsamen Verpflichtungen für den Kohleausstieg, was Umweltverbände als zu vage kritisierten. Gleichzeitig wurde verstärkte Hilfe für den Globalen Süden zugesichert, insbesondere bei Infrastruktur, Gesundheit und Entwicklung – dies jedoch noch ohne detaillierten Finanzierungsplan.

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