Vergangene Gerüchte verdichteten sich, nun ist es offiziell: Marc-André ter Stegen packt seine Sachen und zieht für den Rest der Saison nach Girona. Trotz seines noch bis 2028 gültigen Vertrags bei Barça folgt der 33-Jährige dem Lockruf des aktuell zehntplatzierten Rivalen, der zuletzt mit drei Siegen auffällig aus dem Tabellenkeller kletterte. Interessant ist auch, dass Girona europäisch aktuell gar nicht mitmischt – vielleicht ein stiller Neuanfang für ter Stegen, der zuletzt, auch verletzungsbedingt, ins Hintertreffen geraten war. Trainer Hansi Flick sieht darin keinen Rückschritt, sondern vielmehr eine spannende Gelegenheit: 'Genau der richtige Impuls, sowohl für uns als auch für Marc', äußerte er fast philosophisch. Seit seinem Wechsel von Gladbach gilt ter Stegen in Katalonien als sichere Bank, sammelte Titel und Szenenapplaus. Dennoch: Die Unsicherheit wegen seiner Spielfitness überschattet die Hoffnung auf einen Stammplatz im deutschen Nationalteam bei der nächsten WM. Doch manchmal, so scheint es, muss man einfach einen Schritt beiseite treten, um wieder nach vorne zu können. Persönlich frage ich mich, wie stolz Girona auf ihren prominenten Neuzugang sein wird – und ob das leiser Neustart oder laute Ansage ist.
Ter Stegen wagt zum Saisonende einen Schritt abseits des Rampenlichts von Barça und sucht beim FC Girona neue Spielpraxis – ein Move, der sowohl Chance als auch Risiko birgt. Seine sportliche Zukunft beim DFB scheint ungewisser denn je: Ohne regelmäßige Einsätze dürfte sein WM-Startplatz wackeln. Die Leihe, im Konsens mit Trainer Flick arrangiert, könnte das Blatt wenden, sofern ter Stegen in Girona wieder an Konstanz gewinnt.
Neuste Recherchen zeigen, dass die Fußballwelt den Wechsel überwiegend als spannende Zäsur sieht: Während einige Stimmen auf ein Karriererisiko für den Keeper hinweisen, setzen andere auf die besondere Chance für beide Klubs. Bedacht werden auch Gironas Ambitionen, sich im Mittelfeld der Liga zu festigen; ter Stegens Erfahrung könnte den Neustart beflügeln. Mit Blick auf konkurrierende Torhüter wie Manuel Neuer wächst für ter Stegen der Druck, rasch zu alter Form zurückzufinden – die nächsten Spieltage werden darüber entscheiden, ob dieser Wechsel als kluger Schachzug oder riskante Zwischenstation in Erinnerung bleibt.