Der Iran-Konflikt ist brisant, komplex und voller widersprüchlicher Emotionen – genug Stoff für einen schnörkellosen satirischen Rundumschlag. Wie oft schon hat sich Geschichte wiederholt, und trotzdem ist die Welt jedes Mal wieder ratlos? Uthoff und Kühl sezieren politische Schuldzuweisungen und Hinterzimmerdiplomatie, fragen unangenehm nach Deutschlands Verantwortung und sezieren hemmungslos die Gedankenspiele um militärische Intervention versus nötige Diplomatie. Grotesk eigentlich: Während draußen echte Bomben fallen, diskutiert man im Bundestag über die richtige Haltung und würzt das Ganze mit moralischen Appellen. Kann man das Leid der Menschen überhaupt noch mit Humor verarbeiten, oder wird Satire hier zum Drahtseilakt? An diesem Abend haben sie offenbar keine Scheu davor, den Finger in die offene Wunde zu legen. Ach so, fast vergessen: Die nächsten Termine der Sendung sind am 28. April und 2. Juni 2026 zur gleichen Zeit und am gewohnten Ort – also, Kalender zücken und einschalten! Für Presseanfragen oder Fotowünsche einfach Jessica Zobel oder direkt das ZDF kontaktieren – die Nummern stehen irgendwo anbei. Und noch ein kurioses Randdetail: Claus von Wagner, der 'Anstalts'-Mitstreiter, bekommt dieses Jahr den Deutschen Kleinkunstpreis. Die Preisverleihung ist auch im TV (3sat, 22. März, 20:20 Uhr) – ein kleiner Trost vielleicht in stürmischen Zeiten.
In der neuen "Die Anstalt"-Ausgabe wird mit scharfer Zunge und viel Mut der aktuelle Konflikt um den Iran analysiert – ein Thema, das angesichts der jüngsten Eskalationen in der Region kaum relevanter sein könnte. Während in den vergangenen Monaten die Angriffe auf iranische Infrastruktur von internationalen Akteuren für große Unruhe gesorgt haben, versuchte die diplomatische Weltgemeinschaft bislang vergeblich, eine friedliche Lösung herbeizuführen – dabei ist die Rolle Europas, insbesondere Deutschlands, durch wirtschaftliche Interessen und moralische Haltungen gleichermaßen doppeldeutig. Menschenrechte geraten sowohl im politischen als auch im medialen Diskurs zwischen geopolitische Mauern, was einen Nährboden für Satire schafft: Doch mit jeder neuen Schlagzeile bleibt die Frage, wer eigentlich Verantwortung trägt und wie weit Satire in Krisenzeiten gehen darf. Zuletzt berichteten mehrere große Nachrichtenportale über weitere Spannungen: Der Iran hat nach Angaben aus Teheran und westlichen Quellen erneut Drohnenangriffe abgewehrt und sieht sich einer noch nie dagewesenen internationalen Isolierung ausgesetzt, während gleichzeitig die Protestbewegung im Land nicht nachlässt. Experten schätzen, dass sich die politischen Lage in den kommenden Wochen kaum entspannen wird, weshalb "Die Anstalt" mit ihrer Schärfe wohl den Nerv der Zeit trifft.