Nouripour warnt vor Blockade der Straße von Aden durch den Iran

Omid Nouripour, Bundestagsvizepräsident und Grünen-Politiker, äußert sich skeptisch zur verlängerten Iran-Politik der USA und sieht die Gefahr einer Blockade bei einer Eskalation – mit massiven Folgen für den Welthandel.

28.03.26 01:02 Uhr | 56 mal gelesen

Nouripour betonte unlängst, dass der Iran über seine jemenitischen Verbündeten durchaus die Möglichkeit habe, die Straße von Aden zu blockieren. Das klingt abstrakt, hat aber knallharte Konsequenzen: Von jetzt auf gleich könnte der Ölhahn zugedreht und der Warenstrom aus Ostasien abgewürgt werden – was so etwas wie der ultimative Druck auf die globale Wirtschaft wäre. Laut Nouripour besteht die größte Schwäche des Iran-Regimes nicht etwa in internen Krisen, sondern in der Unsicherheit und fehlenden Strategie der USA. "Die USA stolpern von Ultimatum zu verlängerter Frist zu irgendwelchen 12-Punkte-Plänen. Seit Beginn des Konflikts gibt es kein erkennbares Ziel und kein Exit-Szenario."" Es klingt fast so, als betrachte Nouripour das als das eigentliche Problem – Kopflosigkeit auf amerikanischer Seite. Er glaubt zudem nicht, dass der Iran ernsthaft geschwächt ist, im Gegenteil. Zwar verdichtet sich dort der Machtkern und das Regime wird kleiner, dafür aber offenbar umso entschlossener – und laut Nouripour wächst ihr Gefühl, in diesem Konflikt die Oberhand gewinnen zu können. Kurzum: Die Lage bleibt extrem volatil und unübersichtlich.

Nouripour hebt hervor, wie sehr eine mögliche Schließung der Straße von Aden durch Iran-nahe Akteure im Jemen den globalen Handel ins Chaos stürzen könnte. Seine Kritik an der US-Regierung zielt besonders darauf ab, wie konzeptlos und sprunghaft deren Iran-Strategie bisher wirkt – was dem iranischen Regime laut Nouripour in die Hände spielt. Aktuelle Recherchen zeigen, dass der Iran zuletzt seine Rhetorik verschärft und die Huthi-Milizen im Jemen weiterhin eine entscheidende Rolle als geopolitisches Druckmittel nutzen. Internationale Medien berichten verstärkt über neue Auseinandersetzungen am Roten Meer und verdeckte Operationen entlang dieser sensiblen Handelsroute. Experten geben zu bedenken, dass ein längerer Konflikt die Weltwirtschaft empfindlich stören könnte, während diplomatische Lösungen derzeit kaum in Sicht sind.

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