Südekums Einschätzung entspricht einer klaren Botschaft: Deutschland steckt wirtschaftlich fest, aber mit gezielten Struktur-Reformen könnte sich das Potenzialwachstum mindestens verdoppeln. Kernelemente sind dabei die stärkere Einbindung zusätzlicher Arbeitskräfte, ein längerer Verbleib der Menschen im Berufsleben sowie größere Investitionen in Digitalisierung, grüne Technologien und den heimischen Kapitalstock. Übrigens: Ganz allein auf Produktivität zu setzen, reicht laut einiger Stimmen wohl nicht aus – auch eine gezielte Zuwanderungsstrategie und flexible Arbeitsmodelle werden aktuell immer wieder als essentielle Ergänzung diskutiert. Die öffentliche Debatte zeigt zudem, dass Unsicherheiten bezüglich der konkreten Umsetzung und vor allem der gesellschaftlichen Akzeptanz bestehen. Auch die Bedingung, dass Sondervermögen und Staatsschulden durch das neue Wachstum tragbar bleiben, könnte sich in der Praxis als herausfordernd erweisen. In den letzten 48 Stunden berichten mehrere Medien ähnlich: T-Online analysiert den Reformkurs der Bundesregierung kritisch und stellt heraus, dass Experten zwar Chancen sehen, aber erhebliche Zweifel an der Geschwindigkeit und Breite der Umsetzung äußern (Quelle: [T-Online](https://www.t-online.de)). Die „SZ“ spricht von einer „Reformoffensive mit Hindernissen“ und hebt besonders die soziale Dimension und den wachsenden Druck auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hervor (Quelle: [Sueddeutsche Zeitung](https://www.sueddeutsche.de)). Laut der „Zeit“ wird der Fokus auf Digitalisierung und neue Technologien gelobt, aber auch vor übersteigerten Hoffnungen gewarnt, die am Ende enttäuscht werden könnten, falls politische und wirtschaftliche Widerstände zu groß bleiben (Quelle: [Zeit](https://www.zeit.de)).
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