KfW: Energiekosten könnten um bis zu 27 Milliarden Euro zulegen

Deutschlands Rechnung für importierte Energie dürfte spürbar anschwellen – laut KfW ist wegen der angespannten Lage im Nahen Osten ein dicker Aufschlag auf Öl- und Gaslieferungen denkbar.

heute 07:02 Uhr | 3 mal gelesen

Eine Berechnung der Förderbank KfW, erstellt für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", wirft kein allzu freundliches Licht auf die künftigen Kosten für unsere Energieimporte. Im Jahr 2026, so rechnen die KfW-Analysten, könnten sich Deutschlands Ausgaben für Erdöl, Erdgas und Steinkohle um 20 Milliarden auf satte 92 Milliarden Euro hochschrauben – falls die Preise weiterhin so hoch bleiben und die Nachfrage sinkt, was ja zu hoffen wäre. Doch falls der Energiehunger trotz Preisschocks ungebremst bleibt, sieht es noch düsterer aus: Dann könnten die Importkosten laut KfW um gewaltige 27 Milliarden Euro klettern, also fast bei 99 Milliarden landen. Solche Zahlen wirken irgendwie abstrakt. Aber wenn ich ehrlich bin, spüre ich bei solchen Summen immer einen leisen Stich Unbehagen, ganz zu schweigen von der Abhängigkeit von externen Energiequellen. Nüchtern betrachtet: Es bleibt offen, wie stark tatsächlich gespart wird und ob die Preise sich „einpegeln“ – oder wieder überraschend Achterbahn fahren.

Nach jüngsten Analysen der KfW könnte sich die Importrechnung für fossile Energieträger in Deutschland wegen der hohen Preise infolge der geopolitischen Lage deutlich erhöhen. Experten schätzen, dass ein Preishoch den Staatshaushalt um bis zu 27 Milliarden Euro zusätzlich belasten könnte, sofern der Verbrauch nicht merklich sinkt. Zugleich weisen aktuelle Berichte darauf hin, dass der Rückgang der russischen Gaslieferungen und unsichere Ölschwankungen wegen Konflikten im Nahen Osten die Lage weiter verschärfen, während Maßnahmen zum Energiesparen und der Ausbau erneuerbarer Energien aktuell noch nicht ausreichen, um die drohende Lücke konsequent zu schließen.

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