Das gesamte China-Vorhaben war also keineswegs bloß eine kühne Idee, sondern bereits recht detailliert vorbereitet. Müller hatte den Wirtschaftsraum Pudong als Einstiegsregion ausgewählt, intensive Verhandlungen geführt und bereits einen Markt- und Eröffnungszeitrahmen ins Auge gefasst. Doch scheinbar ist die risiko- und kostenreiche Expansion ins chinesische Marktumfeld – mit seinen regulatorischen Eigenheiten und unberechenbaren Herausforderungen – im Vergleich zur Erweiterung innerhalb Europas zurzeit einfach die pragmatischere Variante. Die Entscheidung passt auch ins Bild: Andere westliche Einzelhändler berichten immer wieder von unerwarteten Hürden oder Rückschlägen im Fernen Osten. Nach meiner Internetrecherche sind vor allem geopolitische Unsicherheiten, zunehmende Marktregularien und logistische Herausforderungen entscheidende Bremsklötze für ausländische Investoren. Müller stellt klar, dass die China-Pläne keineswegs dauerhaft ad acta gelegt wurden, sondern lediglich auf Eis liegen – wenn sich der Wind dreht, könnte das Projekt wieder Fahrt aufnehmen. Inzwischen bleibt das Wachstumspotential in Osteuropa im Fokus.