Steigende Sorge vor Angriffen auf Führungskräfte der deutschen Rüstungsbranche

Nach der jüngsten Verhaftung mutmaßlicher russischer Spione warnen Innenexperten aus SPD und CDU vor gezielten Attacken auf die Rüstungsbranche – und ihre Top-Manager – in Deutschland.

heute 15:59 Uhr | 6 mal gelesen

„Innerhalb der russischen Logik erscheint es nur konsequent, dass deutsche Rüstungsunternehmen und ihre Führungskräfte ins Zentrum von Ausspähung, Sabotage und teils sogar Anschlägen geraten“, äußerte Sebastian Fiedler von der SPD-Bundestagsfraktion dem 'Handelsblatt' gegenüber (Ausgabe Donnerstag). Die allgemeine Bedrohungslage in der Bundesrepublik sei, laut Fiedler, weiterhin „auf einer beunruhigend hohen Stufe“. Besonders im Kontext hybrider Kriegsführung durch Russland sehe man Deutschland besonders im Visier – manche sprechen sogar davon, dass kein anderes EU-Land so stark betroffen sei. Marc Henrichmann (CDU), der das Parlamentarische Kontrollgremium für die Nachrichtendienste leitet, betont im selben Blatt: Die jüngste Entwicklung sei kein Einzelfall, sondern Teil anhaltender russischer Operationen in ganz Westeuropa – „das ist aufs Schärfste zu verurteilen“. Bereits in diesem Jahr hatte es Berichte über einen vereitelten Anschlag auf einen Spitzenmanager der Rüstungsfirma Rheinmetall gegeben: Armin Papperger. Die deutschen Sicherheitskräfte konnten diesen gemeinsamen mit europäischen Kollegen verhindern – ein Hinweis darauf, wie angespannt die Lage tatsächlich ist. Man könne kaum leugnen, dass die Bedrohungslage real ist, auch wenn vieles im Dunkeln bleibt. Man fragt sich ja schon manchmal, ob wir eigentlich schon zu wenig misstrauisch sind – oder langsam zu viel.

Nach Festnahme mutmaßlicher russischer Agenten wächst die Furcht deutscher Politiker vor gezielten Attacken auf die hiesige Rüstungsindustrie und deren Verantwortliche. SPD-Innenpolitiker Fiedler und CDU-Politiker Henrichmann mahnen, dass Russland mit hybrider Kriegsführung in Europa agiert und gezielt die deutschen Verteidigungsunternehmen ins Visier nimmt. Im April 2024 wurde beispielsweise ein geplanter Anschlag auf den Vorstand von Rheinmetall vereitelt, was die Ernsthaftigkeit der Gefahr unterstreicht. Neuere Quellen aus den letzten 48 Stunden bestätigen, dass deutsche Sicherheitsbehörden ihren Fokus verstärken und präventive Maßnahmen zunehmend im Vordergrund stehen. Außerdem berichten mehrere Leitmedien über eine gesteigerte Zusammenarbeit zwischen Polizei und Nachrichtendiensten, da auch Sabotageakte an kritischer Infrastruktur weiterhin befürchtet werden. Experten fordern, Sicherheitskonzepte nicht nur auf Unternehmensgebäude zu beschränken, sondern auch private Wohnadressen und Wege von Führungskräften besser zu schützen.

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