Pep Guardiola verlässt Manchester City: Ein Abschied mit Nachklang

Nach einer Ära voller Titel nimmt Pep Guardiola Abschied als Cheftrainer von Manchester City – und hinterlässt eine besondere Dynamik im Klub.

heute 12:43 Uhr | 1 mal gelesen

Etwas leiser als sonst, aber definitiv nicht unbemerkt: Pep Guardiola hat am Freitag bestätigt, dass er im Sommer seinen Platz an der Seitenlinie von Manchester City räumen wird – so stand es nach einigem Rätselraten fest. Seit 2016 ist der Katalane das Gesicht des erfolgsverwöhnten Klubs, stolze 20 bedeutende Titel heimste er ein und trieb die Mannschaft zu mitunter überwältigenden Spielweisen. Seine Bilanz dort? Sagen wir mal, spektakulär wäre fast untertrieben. Ab Sommer soll er der City Football Group übrigens als globaler Botschafter verbunden bleiben – ganz loslassen fällt ihm anscheinend schwer. Guardiola gab an, keinen handfesten Grund für den Entschluss nennen zu können. Manchmal, so meint er, fühlt man einfach, dass der richtige Moment gekommen ist. In Momenten der Krise, nach dem Manchester Arena-Anschlag, aber auch bei ganz persönlichen Schicksalsschlägen wie dem Tod seiner Mutter in der Zeit der Pandemie, fühlte sich Guardiola in Manchester besonders getragen. Die Stadt und ihre Menschen hätten ihn geprägt, vielleicht sogar verändert. ManCity-Boss Khaldoon Al Mubarak sprach in höchsten Tönen vom scheidenden Trainer – Worte wie Vertrauen und Ehrlichkeit fielen mehrfach. Speziell hob er hervor, dass Guardiola nicht nur an Titeln gemessen werden sollte, sondern auch am Einfluss auf den Verein und den englischen Fußball insgesamt. Irgendwie klingt das nach einer seltenen Trainer-Legende, die Maßstäbe gesetzt hat. Vielleicht mehr, als Zahlen allein erfassen.

Guardiolas Abschied markiert das Ende einer herausragenden, prägenden Epoche in Manchester. Er selbst bleibt dem Verein in Zukunft als Botschafter erhalten. Die internationalen Medien sehen seinen Einfluss auf Spielstil und Verein als revolutionär, aber auch als humanistisch – weil er in Manchester außergewöhnliche persönliche Beziehungen und Zusammenhalt geschaffen hat. Die taz hebt hervor, dass Guardiolas Rücktritt die Tür für einen größeren Umbruch im Verein öffnet, während Zeit Online über die Bedeutung für die Premier League und mögliche Nachfolger spekuliert. Laut BBC könnte Guardiolas Fußabdruck den Klub noch Jahre prägen, auch abseits der Trophäen. Neuere Berichte berichten zudem verstärkt über die emotionale Seite seines Abschieds und wie sich verschiedene Spieler und Fans damit auseinandersetzen.

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