Russische Agenten: Rüstungsmanager stärker ins Fadenkreuz geraten

Nach der Verhaftung mutmaßlicher russischer Spione warnt Thüringens Verfassungsschutzchef Stephan Kramer vor einer deutlich verschärften Bedrohungslage – besonders für deutsche Führungskräfte aus der Waffenbranche.

heute 12:26 Uhr | 3 mal gelesen

In den vergangenen Monaten ist die Bereitschaft russischer Akteure zu riskanten und aggressiven Aktionen noch einmal spürbar gestiegen – so formuliert es Stephan Kramer, der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes. Die Methoden reichen mittlerweile von Einschüchterung und gezielten Bloßstellungen bis hin zu akuten Gefahren für das Leben und die Gesundheit deutscher Rüstungsmanager. Hintergrund ist die Festnahme von zwei mutmaßlichen Spionen, die – laut Bundesanwaltschaft – im Auftrag eines russischen Geheimdienstes operiert haben und gezielt einen Geschäftsmann ausgespäht haben sollen. Pikant: Das Unternehmen der ausgehorchten Person beliefert die Ukraine mit Drohnen-Komponenten aus Bayern. Dass Personen in verantwortlichen Positionen deutscher Rüstungsunternehmen samt ihrer Angehörigen von Moskau als legitime Zielscheibe betrachtet werden, das sei laut Kramer schon lange Teil der Lageeinschätzung der deutschen Sicherheitsbehörden. Deutlich sei zudem, dass auch der unmittelbare Freundeskreis nicht verschont bleibe. Er weist zudem darauf hin, dass russische Dienste eine bekannte, fast ritualhafte Tradition hätten: Von Giftanschlägen auf Dissidenten – denken wir an den Fall Skripal – bis hin zu Tötungsaufträgen an früheren Agenten oder Oppositionellen, insbesondere in Westeuropa, reicht die Palette. Ein durchaus beunruhigendes Bild für alle, die sich mit Rüstung und Unterstützung für die Ukraine beschäftigen.

Der Artikel beleuchtet Kramers Warnung bezüglich der verstärkten Bedrohung gegenüber Rüstungsunternehmen in Deutschland durch russische Agenten, besonders vor dem Hintergrund der Unterstützung der Ukraine durch deutsche Firmen. Tatsächlich gab es zuletzt mehrere Vorfälle, bei denen Russland mutmaßlich gezielt auf hochrangige Akteure und Strukturen aus der westlichen Sicherheitslandschaft abzielte – teils mit klassischen Spionagemethoden, teils mit Sabotageaktionen. Laut aktuellen Medienberichten bemühen sich Bundessicherheitsbehörden, betroffene Unternehmen sowie deren Mitarbeiter aktiv zu sensibilisieren und mit erweiterten Schutzmaßnahmen auszustatten, vor allem seit die Lieferungen militärisch relevanter Güter an die Ukraine zugenommen haben.

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