Zu Beginn wirkten die Freiburger alles andere als eingeschüchtert, sie spielten frei auf. Nicolas Höfler hätte sogar fast für die Führung gesorgt – sein Schuss strich aber in der 17. Minute hauchdünn vorbei. Aston Villa schien überrascht, versuchte die Kontrolle zu gewinnen, tat sich lange schwer. Kurz vor der Pause dann die kalte Dusche: Tielemans traf in der 41. Minute für Villa, kurz darauf erhöhte Buendía mit einem strammen Fernschuss in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:0 – und ehrlich gesagt: Genau da spürte man, wie der so sorgfältig aufgebaute Freiburger Optimismus zerbröselte. Nach dem Seitenwechsel kam von Freiburg kaum mehr etwas nach vorne, während Aston Villa immer wieder gefährlich blieb. In der 58. sorgte Rogers mit einem sauberen Abschluss zum 3:0 praktisch für die Entscheidung. Die Breisgauer wirkten bemüht, fanden aber keine wirklichen Mittel gegen die britische Defensive, und Keeper Martínez verlebte einen ziemlich ruhigen Abend. Aston Villa brachte das Ganze schließlich routiniert ins Ziel, unaufgeregt und abgeklärt – ein verdienter Sieg, auch wenn es für Freiburg eine bittere Lektion in Sachen Effizienz war.
Aston Villa setzte sich im Europa-League-Finale gegen den SC Freiburg mit 3:0 durch und holt somit den begehrten Pokal nach Birmingham. Freiburg startete mutig, vergab seine beste Chance jedoch früh und wurde in der Folge von den Engländern mit gnadenloser Effektivität zweimal vor der Pause bestraft. Nach dem dritten Gegentor direkt nach Wiederanpfiff fand der SC kaum noch Wege durchs dichte Abwehrnetz und musste letztlich die Überlegenheit der erfahrenen Villa-Mannschaft hinnehmen. Besonders beachtlich: Fußball-Experten loben die taktische Disziplin von Aston Villa und betonen, dass der Sieg deutlich den Trend widerspiegelt, dass sich britische Teams in internationalen Wettbewerben immer mehr durchsetzen – auch, weil ihre finanzielle Schlagkraft und Kaderbreite es ihnen erlauben, solche Finals in aller Ruhe runterzuspielen. Für den SC Freiburg bleibt die Enttäuschung, dem Ziel so nah gewesen zu sein und dennoch an der Reife des Gegners abgeprallt zu sein, aber auch der Respekt, als „Underdog“ bis ins Endspiel vorgedrungen zu sein.