Drei Tage voller Debatten, Impulsen und digitaler Gemeinschaft – trotzdem lag die Zahl der Besuche bei der Republica dieses Mal nur bei 29.000. Das sind etwa 1.000 weniger als in den beiden Vorjahren. Ein kleiner Rückschritt, der überrascht, denn 2024 war sogar erstmals ausverkauft mit 30.000 Menschen. Im Vergleich dazu schrumpfte 2025 nicht nur das Publikum, sondern auch der Zeitplan: Nicht einmal 700 Sessions (genauer, 675) im Vergleich zu den über 880 Beiträgen des Vorjahres. Trotzdem bleibt die Vielstimmigkeit ein Aushängeschild – über 1.200 Menschen teilten ihre Ideen, mehrheitlich Frauen (ca. 57 Prozent, drei Prozent mehr als letztes Jahr, aber noch einen Punkt weniger im Vergleich zu 2024). Das Thema digitale Souveränität schwebte dabei über allem, wie Mitgründer Markus Beckedahl zum Abschluss betonte: Jetzt müsse der Aufbruch kommen. Die Republica wurzelt seit 2007 in Berlin und expandiert mittlerweile nach Wien, Düsseldorf und Los Angeles. Ob der leichte Besucherrückgang ein Signal der Sättigung ist? Oder vielleicht doch ein Hinweis aufs neue Nachdenken in der Szene? Solche Fragen, ehrlich gesagt, drängen sich spätestens an Tag drei ganz automatisch auf.
Obwohl rund 29.000 Besuche gezählt wurden, verzeichnete die Republica erstmals nach der Pandemie einen kleinen Dämpfer beim Andrang. Ein wichtiges Signal bleibt die weiterhin starke Beteiligung weiblicher Sprecherinnen und der Fokus auf digitale Souveränität. Neu hinzugekommen sind aktuelle Debatten um Künstliche Intelligenz, die Regulierung von Social Media, sowie die Rolle Europas in der globalen Netzkultur. Insbesondere steht dieses Jahr die Frage im Raum, wie Plattformregulierung und Desinformation neu bewertet werden müssen, nachdem jüngste EU-Vorgaben für deutlich mehr Transparenz auf Social-Media-Plattformen sorgen sollen. Außerdem ist auffällig, dass die Teilnehmer:innen – so die Stimmen in Foren und auf Podien – teilweise von einer Reizüberflutung sprechen und sich mehr Tiefe anstelle reiner Innovationsrhetorik wünschen.