Schlechter Tag für Deutschland: Niederlage gegen Ecuador bei der Fußball-WM

Im dritten Gruppenspiel der WM unterliegt die deutsche Fußball-Nationalelf knapp gegen Ecuador. Trotz eines Blitztores reichte es am Ende nicht – dennoch steht das Weiterkommen fest.

vor 48 Minuten | 2 mal gelesen

Merkwürdig – manchmal geht es schneller als gedacht: Gerade erst hatte Leroy Sané den Ball in der zweiten Minute reingehämmert, schon lag Deutschland beim letzten Gruppenspiel der WM in Führung. Ein Rekord-Tor, munkeln die Statistikfüchse, wohl das schnellste seit Urzeiten. Na ja, zumindest seit 1934. Doch der Jubel hielt nicht lang – Ecuadors Nilson Angulo zog einfach mal aus der Distanz ab und schockte Manuel Neuer. Und zack, Ausgleich, keine zehn Minuten gespielt. Während das deutsche Team sich vielleicht schon zu sicher wähnte (ihre K.o.-Runden-Teilnahme war ja lange klar), kämpften die Ecuadorianer ums Überleben im Turnier. Deniz Undav, sonst der goldene Joker, wurde in der 60. gebracht – aber diesmal blieb er blass wie Kreide. Ecuador dagegen wirkte wie aufgeweckt, drückte immer fester aufs Gas und traf schließlich zehn Minuten vor Schluss erneut: Ein langer Eckball, ein cleverer Kopfball, Gonzalo Plata schiebt cool ein. Neuer sah da ehrlich gesagt kein bisschen glücklich aus. Dennoch: Der Gruppensieg war den Deutschen bereits sicher, weil sie schon vorher ausreichend Punkte gesammelt hatten. Elfenbeinküste machte parallel mit Curaçao kurzen Prozess und schnappt sich Platz zwei. Ecuador? Mit vier Punkten geht’s ebenfalls weiter – immerhin ein schönes Trostpflaster. Curaçao schaut in die Röhre und fährt nach Hause.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft setzt es im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2 ab, trotz eines sehr frühen Treffers von Sané. Ecuador zeigte sich energisch und fordernd, musste jedoch alles riskieren, um noch eine Chance aufs Weiterkommen zu wahren – was mit Erfolg gelang. Parallel setzte sich die Elfenbeinküste gegen Curacao durch und schnappt sich damit den zweiten Gruppenplatz. Ecuador, mit vier Punkten als Gruppendritter dennoch fürs Achtelfinale qualifiziert, profitierte vom neuen Turniermodus, der in einigen Gruppen Drittplatzierte weiterkommen lässt. In internationalen Medien wird besonders die defensive Unsicherheit der Deutschen und der Druck auf Trainer Nagelsmann besprochen, während positiv angemerkt wird, wie ausgeglichen und überraschend diese WM bislang ist. Das deutsche Team sieht sich, trotz der Niederlage, weiter als Mitfavorit, doch der holprige Auftritt könnte ein Weckruf vor der K.o.-Phase gewesen sein.

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