Man stolpert heutzutage fast automatisch über widersprüchliche oder sogar manipulierte Inhalte, ob nun auf Social-Media-Plattformen, in Foren oder auf klassischen News-Seiten. Ehrlich: Die Flut an Informationen macht es nicht immer leicht, zwischen Fakt und Fiktion trennscharf zu differenzieren. Genau hier setzt der zweimalige Online-Workshop mit Stefan Voß (dpa) an. Er bringt frischen Wind in Ihr „Recherchewerkzeug“ – im wahrsten Sinne. Wie finde ich überhaupt relevante Informationen und überprüfe, ob ein Bild echt ist? Brauchen wir dabei noch klassische Suchmaschinen-Kniffe, oder reicht der kritische Menschenverstand? Und: Wie erkennt man, ob ein scheinbar privater Account nicht doch zur gezielten Desinformation genutzt wird?
Der Kurs vermittelt systematisch, wie Sie sich einen sicheren und effizienteren Umgang mit der digitalen Recherche erarbeiten. Voß zeigt nicht nur, wie Sie etwa mit Suchmaschinen beziehungsweise cleveren Operatoren so manches Nadelöhr umgehen. Auch Visual Checks wie Rückwärtssuche von Bildern oder Prüfen sozialer Accounts stehen auf dem Programm. Nicht zuletzt: KI-generierte Bilder und Videos, die immer schwerer zu durchschauen sind. Wie trennt man hier Schein von Sein? Auch der Umgang mit gelöschten Beiträgen und die Möglichkeiten sowie Grenzen digitaler Archivierung werden diskutiert.
Praktisch wird’s durch reale Übungsfälle. Eigene Anliegen können aktiv eingebracht werden – die Schulung lebt vom Miteinander und passt sich an die Tagesrealität der Teilnehmenden an. Ob nun im Newsroom, an Investigativ-Schreibtischen oder in Kommunikationsabteilungen: Die erworbenen Fertigkeiten lassen sich unmittelbar in verschiedensten Medien- und Kommunikationsjobs einsetzen.
Erste Praxis in journalistischer Recherche ist empfohlen, aber Perfektionismus ist kein Muss. Neben Stefan Voß – langjähriger Social-Media- und Verifikations-Spezialist bei dpa – steht Leo Stahlberg als Faktenchecker mit Rat und Tat zur Seite. Organisiert wird das Ganze von der dpa-Akademie.
Für Rückfragen: Marcus Heumann, Leiter dpa-Akademie, Tel.: +49 040 4113 32845, akademie@dpa.com.
Im Kern geht es bei diesem Training nicht nur darum, Techniken der Internetrecherche zu beherrschen, sondern auch einen kritischen Blick für glaubwürdige Inhalte zu entwickeln, gerade weil die Grenze zwischen Information und Desinformation oft verschwimmt. In letzter Zeit ist die Bedeutung von Medienkompetenz weiter gestiegen; auch wegen der rasanten Fortschritte im Bereich KI-generierter Bilder und Texte, die eine neue, teilweise tückische Dimension von Manipulationsmöglichkeiten eröffnen. Laut aktuellen Studien und Fachartikeln ist der Bedarf an gezielten Faktencheck-Schulungen deutlich angewachsen, wobei sich der Journalismus aber möglichst offen und praxisorientiert den Herausforderungen annähern sollte – Workshops wie dieser bieten hier einen wichtigen Ansatzpunkt.
Zusätzlich hat die dpa-Akademie den Fokus erweitert: Methoden zur Wiederherstellung gelöschter Inhalte werden nun praxisnah vermittelt, da immer mehr relevante Informationen im digitalen Raum verschwinden oder nachträglich manipuliert werden. Angesichts der weltweit wachsenden Kampagnen von Desinformation – etwa im Zusammenhang mit Wahlen, Pandemien oder geopolitischen Krisen – fordern Fachleute die konsequente Anwendung digitaler Recherchekompetenzen auf allen Ebenen des Medienbetriebs. Zugleich betonen sie die Bedeutung niedriger Zugangshürden, damit möglichst viele Medienschaffende – von Volontär bis erfahrene Redakteurin – das Knowhow gegen Desinformation aufbauen können.