Es ist schon erstaunlich: LinkedIn galt mal als Heilsbringer für Geschäftsbeziehungen, wandelt sich aber zusehends in eine Kontaktbörse für Jobsuchende und Eigenwerber. Genau da setzt der KMU Businesshub an – explizit gestaltet als Treffpunkt ausschliesslich für Firmen und deren Bedürfnisse. Aus den Netzwerken von Basel bis Zug verschmelzen über 130’000 Unternehmen zu einer digitalen Kooperationsplattform, die für den Schweizer B2B-Markt einiges auf den Kopf stellen könnte.
Im Gegensatz zu internationalen Plattformen, wo man sich häufig in endlosen Nachrichten-Threads verliert oder zwischen Stellensuchenden und privaten Profilen herumirrt, gibt es hier nur verifizierte Unternehmensaccounts. Roland M. Rupp, Initiator des Projekts, bringt es auf den Punkt: "Wir holen Schweizer KMU aus der Social-Media-Beliebigkeit und bieten ihnen echten Mehrwert an einem Ort." Verständlich, wenn viele Schweizer Unternehmer dieser Entwicklung mit gespannter Neugier begegnen – immerhin war effizientes Netzwerken bislang kein Heimspiel.
Interessant ist auch das Geschäftsmodell: Keine Premium-Fallen, kein Abo-Dschungel, sondern sämtliche Funktionen sind frei zugänglich – ganz egal, wie gross das Unternehmen ist. Von einem vollautomatischen Leadgenerator bis zu KI-basierter Beratung, von Marktfeedback bis hin zu branchenspezifischer Partnersuche – der Hub versteht sich nicht nur als Kontaktschmiede, sondern als umfassende Tool-Sammlung für den geschäftlichen Alltag.
Manches klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Direktes Matching, automatisierte Angebote, PR-Tools, Cybersecurity-Checks, ein Marktplatz für Jobs und sogar ein Businessplan-Generator. Ein bisschen erinnert das schon an den „Schweizer Taschenmesser“-Ansatz: für alles das passende Werkzeug – und das ohne versteckte Kosten.
Ob der Hub tatsächlich "über Nacht zum Standard" wird, wie sich die Gründer das wünschen? Die kritische Masse jedenfalls ist bereits beachtlich. Wer schon auf einer der alten Netzwerkplattformen registriert war, muss lediglich sein Konto bestätigen, für neue Interessenten ist die Anmeldung eine Sache von drei Minuten. Das Ziel: Regionale Nähe, branchenspezifisches Knowhow und Schweizer Rahmenbedingungen ins Zentrum zu stellen – anstelle internationaler Einheitsbrei-Lösungen.
Für Menschen wie mich, die nach konkreten Lösungen für alltägliche Business-Probleme suchen, klingt das alles ziemlich erfrischend direkt und pragmatisch. Und seien wir ehrlich: Ein bisschen Skepsis bleibt, wie nachhaltig und rege das Portal tatsächlich genutzt werden wird. Aber Potenzial? Das ist zweifellos reichlich vorhanden.
Kontakt für Fragen, Interviews oder Gespräche: Roland M. Rupp, info@kmuverband.ch oder direkt online auf www.kmubusinesshub.ch.
Der KMU Businesshub setzt einen Kontrapunkt zu Plattformen wie LinkedIn, indem er sich ausschliesslich an Schweizer Unternehmen richtet und dabei auf kostenlose, umfassende Tools und eine auf Verifizierung basierende Struktur setzt. Besonders spannend ist die enorme Startbasis von 130'000 Firmen sowie die konsequente Ausrichtung auf spezifische Bedürfnisse des Schweizer Marktes – inklusive regionaler Vernetzung, branchenspezifischer Filter und Unterstützung durch KI-gesteuerte Services. Im aktuellen Umfeld, in dem Digitalisierung und Plattformlösungen immer wichtiger werden, schliesst der Hub eine Lücke: Viele Schweizer KMU hatten bislang keinen zentralen, kostenfreien digitalen Anlaufpunkt, der sowohl Networking als auch Geschäftsentwicklung, PR, Recruiting und Cybersicherheit in einer Plattform bündelt.
Laut der "Neuen Zürcher Zeitung" nimmt die Digitalisierung im Schweizer Mittelstand inzwischen Fahrt auf, doch fehlt es oft noch an massgeschneiderten Angeboten für lokale KMU (vgl. NZZ, Juni 2024). Eine Untersuchung von economiesuisse zeigt zudem, dass Schweizer Firmen nach wie vor gezielte und unkomplizierte Plattformlösungen bevorzugen, um mit Partnern und Kunden in Kontakt zu bleiben und Innovation voranzutreiben. Der Trend zur Automatisierung von Geschäftsprozessen – Stichworte: KI, Matchmaking und Leadgenerierung – ist im Schweizer Markt unübersehbar und verstärkt die Relevanz des Businesshubs. Durch die Einführung des KMU Businesshub reagieren die Anbieter auf ein gewachsenes Bedürfnis nach effizienten, vertrauensvollen Werkzeugen, die auf die Schweizer Mentalität der Diskretion und solider Geschäftspartnerschaft zugeschnitten sind.