Telekommunikationsanbieter ächzen unter immer höheren Kosten, Nachwuchssorgen und einer oft über Jahrzehnte gewachsenen, ziemlich komplizierten IT-Landschaft. Klassische Strategien zur Produktivitätssteigerung stoßen an ihre natürlichen Grenzen. Zugleich setzt der Marktdruck neue Maßstäbe: Wer zu langsam ist, fällt zurück.
Hier setzt Agentic AI an. Statt einfach nur Daten zu erzeugen, bewegen sich diese KI-Agenten als digitale Kollegen durch die alltäglichen Prozesse. Sie lernen, passen sich an, schließen Wissenslücken und das, was am meisten überrascht – sie können tatsächlich im Team agieren. Das klingt fast ein bisschen nach Science-Fiction, aber die ersten Praxiserfahrungen zeichnen ein klares Bild.
Julius Hafer, Telekom-Experte bei BearingPoint, bringt das Thema auf den Punkt: "Digitale Agenten rechnet man nach wenigen Wochen schon gegen die Kosten. Jede delegierte Aufgabe kann im großen Stil multipliziert werden." Er betont aber auch: Die Reise stehe erst am Anfang.
Den Zahlen nach könnte der Einsatz von 300 Agenten bei Großprojekten pro Jahr bis zu 50 Millionen Euro sparen. Denn im Durchschnitt kommen pro Agent jährlich um die 175.000 Euro an Ersparnissen zusammen. Die Hebelwirkung für Wirtschaftlichkeit und Tempo ist gewaltig.
Doch der Status quo ist durchwachsen. Die meisten europäischen Telekom-Konzerne haben sich zwar auf den Weg gemacht, aber strukturelle Themen wie Governance, Rollenmanagement oder die Entwicklung von wiederverwendbaren Agenten-Templates sind bisher Baustellen geblieben. Pilotprojekte existieren, die wirklich breite Umsetzung ist selten.
BearingPoint schlägt dazu ein Vier-Stufen-Modell für die Einführung vor. Wer Details will: Die komplette Studie „Agentic AI: A Game Changer for European Telco Network Rollouts“ steht bei BearingPoint zum Download bereit.
Die Basis der Untersuchung bilden intensive Reifegradanalysen europäischer Telekommunikationsunternehmen, kombiniert mit Praxiserfahrungen aus Hunderten Netzwerkprojekten und Experteninterviews.
Weitere Angaben sowie Kontaktdaten zu BearingPoint sind über deren Webseite, LinkedIn oder Instagram abrufbar – falls jemand vertiefen will.
Agentic AI revolutioniert aktuell Stück für Stück den Ausbau der Telekommunikationsnetze in Europa. Digitale Agenten, die als autonome Helfer in die Prozesse integriert werden, können bereits in den ersten Monaten substantielle Einsparungen erzielen – und zwar im Millionenbereich pro Jahr, so die Zahlen von BearingPoint. Trotzdem sind Unternehmen, wie viele Experten beobachten, in Sachen Implementierung und Skalierung noch vorsichtig unterwegs: Besonders bei Governance und strategischer Weiterentwicklung besteht Nachholbedarf.
Ergänzende Recherche (Stand: 10. Juni 2024):
Neue Berichte zum Thema KI und Netzausbau zeigen, wie gravierend der Fachkräftemangel für Telekom-Unternehmen bleibt und wie unterschiedlich KI-Lösungen bewertet werden. Beispielsweise betonten Artikel in der Süddeutschen Zeitung und der FAZ in den letzten 48 Stunden, dass zwar Automatisierung und KI den Ausbau und die Wartung von Netzen beschleunigen können, aber immer noch ein Mensch an entscheidender Stelle gebraucht wird – etwa zum Lösen unvorhersehbarer Störungen. Ein Hintergrundbericht bei t3n zeigt zudem, dass der Hype um KI-Agenten zwar Investitionen beflügelt, doch die Implementierung in regulierten Branchen einiges an Zeit und Schulungsaufwand verlangt, besonders im Hinblick auf Datenschutz und Transparenz (siehe Liste unten).