Gigantischer Milliardenauftrag: KSB baut Mega-Pumpen für europäisches Atomkraftwerk

Frankenthal – Die KSB-Gruppe aus Rheinland-Pfalz hat sich den fettesten Deal ihrer Firmengeschichte gesichert: Mehr als 150 Millionen Euro soll der jüngst unterschriebene Auftrag bringen. In den nächsten Jahren geht es an die Fertigung von acht riesigen Kühlmittelpumpen fürs Herzstück eines neuen Kernkraftwerks in Osteuropa. Die Monster aus Stahl (über 100 Tonnen das Stück!) rollen direkt aus dem Werk am Stammsitz Frankenthal.

heute 10:47 Uhr | 2 mal gelesen

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet im Jahr 2024 das Thema Kernenergie in Europa wieder einen unerwarteten Schub bekommt? KSB, bekannt für ihre Pumpen und Armaturen, surft jetzt mitten auf dieser Welle, nachdem sie ihren allergrößten Einzelauftrag eingefahren haben. Über 150 Millionen Euro schwer – eine Summe, die in der Pumpenbranche nicht mal ebenso vom Küchentisch fällt. Acht gigantisch dimensionierte Hauptkühlmittelpumpen stehen auf der Liste. Jede davon stolze acht Megawatt stark, schwerer als so mancher Wal – sollen sie künftig im Primärkreislauf eines Atomkraftwerks für die nötige Abkühlung sorgen. Das klingt erst mal nach Technik-Porn für Insider, hat aber auch gesellschaftliche Relevanz. Denn die sichere Versorgung der Bevölkerung mit CO2-freier Energie steht insbesondere nach den Energiekrisen der letzten Jahre wieder ganz oben auf der Agenda. Interessant dabei: Wer genau der Auftraggeber ist, bleibt auf Wunsch aller Beteiligten lieber ein gut gehütetes Geheimnis. Keine schlechten Karten also für KSB, sich weiter auf dem Weltmarkt zu etablieren. Die Firma selbst ist mit 16.800 Mitarbeitenden auf fünf Kontinenten unterwegs und hat im vergangenen Jahr die 3-Milliarden-Euro-Umsatzmarke geknackt. Abschließend noch eine Zahl zum Staunen: Eine einzige dieser Pumpen könnte rein rechnerisch den Strombedarf einer mittleren Stadt abdecken – so viel Power steckt darin. Ich bin gespannt, wie kühl die Köpfe angesichts der aufgeheizten europäischen Energiepolitik bleiben.

KSB aus Frankenthal erlebt mit dem Auftrag über acht Hauptkühlmittelpumpen für ein Atomkraftwerk in Osteuropa den größten Erfolg der Firmengeschichte. Angesichts der jüngsten Energiekrisen in Europa rückt die Kernenergie wieder stärker ins Zentrum des Interesses, da sie als konstanter, emissionsfreier Stromlieferant gilt. Recherchen auf mehreren Nachrichtenportalen belegen, dass die Nachfrage nach hochqualifizierten Energiesystemen und die Investitionen in sichere Reaktor-Technologien europaweit zunehmen, zumal zahlreiche Länder ihre Energiestrategien angesichts von Unsicherheiten bei der Gasversorgung und Klimaschutzzielen überdenken. Zusätzlich ist zu beobachten, dass in einigen EU-Staaten kontrovers über den zukünftigen Energiemix gestritten wird. Zwar setzen manche Regierungen verstärkt auf Erneuerbare, doch robuste Kernkraftwerke mit modernen Kühlsystemen wie den von KSB gefragten Pumpen sichern in der Übergangsphase die Netzstabilität. Der wirtschaftliche Schub solcher Projekte wirkt sich nicht zuletzt positiv auf die deutsche Industrie und den Arbeitsmarkt aus.

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