Klar, der industrielle Alltag ist selten planbar – da stehen Maschinen plötzlich und ganze Abläufe geraten ins Stocken. Genau hier setzt die Kooperation von Sonepar mit der UNIS Group an: Sie richtet sich gezielt an Unternehmen, die ihre defekte Elektronik oder Motoren nicht vorschnell entsorgen, sondern erstmal instandsetzen lassen wollen. Das Spektrum? Reicht von SPS-Steuerungen und Industrie-Motoren über Servo-Aggregate bis hin zu Robotik-Komponenten und HMI-Panels – also ziemlich alles, worauf moderne Produktion fußt.
Sven Lausch von Sonepar bringt es auf den Punkt: Kunden sollen weniger Stillstand, weniger Wegwerfmentalität und mehr Nachhaltigkeit bekommen. Die UNIS Group mit Chef Peter de Vries setzt dabei auf über 40 Jahre Erfahrung – jedes Jahr schleusen sie mehr als 70.000 Geräte durch ihre Testcenter mit über 1.400 Prüfständen. Spannend: Wenn eine Reparatur unmöglich sein sollte, zahlt der Kunde – nichts. Und: Auf Reparaturen gibt’s bis zu zwei Jahre Garantie obendrauf.
Die Formalitäten sind ziemlich entspannt geregelt: Sonepar-Kunden melden einen Defekt, die UNIS Group schnappt sich das Teil sogar kostenlos per Abholung und unterbreitet nach Sichtung einen Festpreis. Erst wenn alles passt, läuft die Reparatur los. Wer es dringend hat, kriegt Eilservice. Und falls Reparatur nicht mehr geht, besteht Zugriff auf generalüberholte Baugruppen – ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft.
Überhaupt, das große Bild: Sonepar verfolgt ambitionierte Ziele, will Verpackungen und Produkte bis 2028 vollständig recycelbar machen. Die Partnerschaft ist ein weiterer, konsequenter Schritt, um die Industrie ein Stück weit nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten.
Nebenbei bemerkt: Sonepar selbst ist ein echtes Schwergewicht im B2B-Bereich, unterstützt mit 46.000 Mitarbeitenden und 161 Standorten allein in Deutschland zahllose Unternehmen beim Schritt in die elektrische und nachhaltige Zukunft. Nicht alles ist perfekt, aber ein Anfang – vielleicht auch ein Anstoß für andere Branchen.
Die Kooperation zwischen Sonepar und UNIS Group markiert einen strukturellen Wandel im Umgang mit industriellen Ersatzteilen: Anstatt defekte Komponenten auszusortieren, rückt die Reparatur und Wiederverwertung ins Zentrum – ein Prinzip, das Energie, Emissionen und Ressourcen spart. Der Service umfasst nicht nur das breite Spektrum der Industrieelektronik, sondern ist auch so gestaltet, dass für Kunden möglichst wenig Mehraufwand und Kalkulationsunsicherheit entstehen ("no cure, no pay" und schnelle Abwicklung). Das ist auch im Sinne aktueller Debatten in der deutschen Industriepolitik, wo Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktion zunehmend in den Vordergrund rücken – selbst gegen den Hintergrund der aktuellen Wirtschaftslage und Fachkräftemangels, wie verschiedene Eurostat- und Branchenumfragen nahelegen. Neben der klassischen Reparatur erweitert die Kooperation auch den Zugang zu seltenen „Refurbished”-Ersatzteilen – ein Wachstumsfeld, da Nachbauten vieler Komponenten häufig entweder teuer oder nicht lieferbar sind. Laut Nachhaltigkeitsberichten und Branchenbeobachtungen ist der reparierende Ansatz auch ökologisch günstig: Pro reparierter Baugruppe werden – je nach Art – zwischen 30 und 80 Prozent CO2-Emissionen gegenüber der Neufertigung gespart. Ergänzend sind Reparaturservices im Zuge der jüngsten ESG-Regularien für Unternehmen steuerlich und reputativ attraktiv (siehe Lageberichte auf www.deutschland.de und www.spiegel.de). Aktuelle Artikel thematisieren: Deutschland investiert verstärkt in Kreislaufwirtschaft und Green Tech, während Reparaturförderungen in der EU auf immer mehr Bereiche ausgeweitet werden.