Ab April 2026: Frisches Reportage-Format „POV – Deine Geschichte zählt“ widmet sich Perspektiven von Jugendlichen auf kika.de und in der KiKA-App

Erfurt – Authentisch, nah, mitten aus dem Leben: Mit „POV – Deine Geschichte zählt“ gibt der KiKA ab dem 18. April 2026 jungen Menschen zwischen elf und 15 eine Bühne, um ihre Sicht auf gesellschaftliche Fragen zu teilen. Immer samstags gibt’s neue Folgen online, und ab dem 7. Juni 2026 kommt das Format sonntags ins Fernsehprogramm. Die Reportagen mischen klassische Doku mit der Offenheit eines Vlogs.

16.04.26 15:05 Uhr | 22 mal gelesen

Nach mehr als zwanzig Jahren neuneinhalb (WDR) startet im kommenden Frühjahr ein neues Format speziell für Jugendliche im Preteen-Alter: „POV – Deine Geschichte zählt“. Das Besondere daran? Themen wie Freundschaften, Identität oder gesellschaftlicher Zusammenhalt werden aus der persönlichen Sicht der Jugendlichen erzählt – und zwar nicht als abgehobene Analysen, sondern im authentischen Stil moderner Vlogs. Die jungen Hosts (Kiara Jade, Noel Dederichs, Helena Clear, Valentin Wilczek) gehen raus, treffen Gleichaltrige, sprechen über das, was sie und andere Teenager beschäftigt – nicht immer gefällig, aber immer echt. Die allererste Reportage dreht sich dann auch gleich um ein Thema, das wohl viele kennen: Online-Freundschaften. Leonie, die in der Schule wenig Anschluss findet, sieht ihren sicheren Hafen in Musik-Communities im Netz. Dort wächst eine Freundschaft zu Anna, auch 16, die sich erst virtuell und dann leibhaftig begegnen – ein Moment voller Anspannung, Aufregung und Hoffnung. Produziert wird das Ganze übrigens von We Are Era und Kanakfilm für die ARD, mit Diana Aust (WDR) als federführender Redakteurin. Ein moderner journalistischer Ansatz, der klassische Medienfrische mit TikTok-Mut mixt – mal sehen, was daraus wächst. Kontakt & mehr Infos: Der Kinderkanal von ARD und ZDF, Unternehmenskommunikation (Erfurt). kommunikation.kika.de

Der Start von „POV – Deine Geschichte zählt“ markiert einen neuen Ansatz in der Medienlandschaft für Jugendliche in Deutschland: Das Format verbindet dokumentarisches Erzählen mit der vielfältigen, oft unbequemen Lebenswelt von Preteens. Im Zentrum stehen junge Stimmen und ihre Alltagsprobleme – digital wie analog –, zum Beispiel die Frage, was echte Freundschaften in Onlinezeiten bedeuten können. Recherchen zeigen, dass solche Formate zunehmend wichtiger werden, da klassische Kinder- und Jugendangebote häufig nicht mehr alle Zielgruppen erreichen: Laut einer aktuellen Studie von DW nutzen 75% der Jugendlichen ab 12 Jahren mehrheitlich Social Media für Informationsbeschaffung, was den Bedarf nach authentischer Einbindung weiter steigert. Darüber hinaus rücken gesellschaftliche Themen wie mentale Gesundheit, Diversität und digitale Selbstbestimmung auch bei anderen öffentlich-rechtlichen Formaten wie „respekt“ (ARD alpha) und in Initiativen von „ZDFtivi“ verstärkt in den Fokus. Gerade für jugendliche Zuschauer*innen, die heute zwischen Selbstinszenierung und gesellschaftlichem Engagement schwanken, kann „POV“ einen selten direkten Blick auf Lebensrealitäten werfen und so Brücken zwischen Sender und Publikum bauen.

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