Kraftstoffpreise in Deutschland: Brandenburg und Bayern an der Spitze – Bremen, NRW am günstigsten

Die jüngsten Vergleichsdaten des ADAC entlarven große Unterschiede zwischen den Kraftstoffpreisen in deutschen Bundesländern. Am tiefsten müssen Autofahrende zurzeit in Brandenburg und Bayern für ihren Sprit in die Tasche greifen. Dagegen profitieren Bremen und Nordrhein-Westfalen von den niedrigsten Preisen beim Tanken.

heute 15:06 Uhr | 2 mal gelesen

Wer heutzutage in Brandenburg unterwegs ist und auf die Tankanzeige blickt, muss kurz schlucken: Nirgendwo in Deutschland kostet Super E10 mehr – im Durchschnitt stolze 2,08 Euro pro Liter. Diesel-Fahrende zahlen in Bayern am meisten, sogar über 2,21 Euro. Kaum zu glauben, dass es im Westen günstiger geht: In Bremen und Nordrhein-Westfalen ist Tanken klar billiger – Super E10 etwa 5 Cent unter dem Höchstpreis, Diesel sogar gut 6 Cent günstiger als im teuren Süden. Interessant daran: Trotz der Nähe von Brandenburg zu Polen und Bayern zu Österreich, wo Tanken oft wesentlich günstiger ist, bleiben die Preise in Deutschland hoch. Scheinbar spielen direkte Nachbarschaften keine große Rolle bei der Preisgestaltung – man muss sich also selbst behelfen. Apropos: Der ADAC empfiehlt, nicht blind an die Zapfsäule zu fahren, sondern vorab die Preise zu vergleichen. Und ein neuer Rhythmus gilt ab sofort: Seit April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich, nämlich um 12 Uhr mittags, anheben. In den darauffolgenden 24 Stunden sind nur noch Preissenkungen oder stabile Preise erlaubt. Der beste Tanken-Zeitpunkt scheint damit mittags rund um 12 Uhr erreicht – ein Novum, das Gewohnheiten auf die Probe stellt. Für die aktuelle Auswertung durchforstete der ADAC die Preise von über 14.000 Tankstellen quer durch die Republik. Diese Momentaufnahme stammt vom 16. April 2026, hält also demnächst vielleicht schon neue Überraschungen bereit. Weiterführende Infos gibt’s beim ADAC.

Im bundesweiten Vergleich des ADAC führen Brandenburg und Bayern derzeit beim Tanken die Rangliste der teuersten Bundesländer an. Auffällig ist, dass die unmittelbare Nähe zu preiswerteren Nachbarstaaten (wie Polen oder Österreich) keinen spürbaren Einfluss auf die deutschen Spritpreise hat – der Wettbewerb findet offenbar vor allem im Inland statt. Die seit April 2026 gültige Regelung, dass Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich – um 12 Uhr mittags – angehoben werden dürfen, soll für mehr Preistransparenz und weniger Preisschwankungen sorgen. Außerdem kann das verstärkte Bewusstsein der Verbraucher für den Preisvergleich an der Zapfsäule die Marktdynamik maßgeblich beeinflussen, weshalb der ADAC zu regelmäßigen Preisüberprüfungen rät. Aktuelle Nachrichten betonen zudem, dass besonders in NRW, Bremen und anderen westdeutschen Bundesländern autofahrende Pendler (trotz hohen Verkehrsaufkommens) von niedrigeren Preisen profitieren. Die Marktentwicklung bleibt volatil, da sie auch von internationalen Rohstoffpreisen, Steueränderungen oder geopolitischen Spannungen beeinflusst wird – und das kann sich rasch ändern. Weitere Details: - Die anhaltenden Preisunterschiede sorgen immer wieder für politische Diskussionen über eine bundesweite Angleichung oder staatliche Eingriffe. - Experten beobachten, dass mit dem neuen Regelwerk die Preissprünge an den Zapfsäulen zumindest etwas zurückgegangen sind, allerdings ist die Steuerlast weiterhin ein entscheidender Faktor für das hohe Niveau. - An Tagen erhöhter Nachfrage – etwa vor Feiertagen oder Wochenenden – sind kurzfristige Preisausschläge dennoch möglich, doch durch die einmal tägliche Anpassung sind diese weniger drastisch als zuvor.

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