Bild: 32. B.Z.-Kulturpreis: Bronzene Bären gehen an Herta Müller, Elina Garanca, Kirill Serebrennikow, Alexander Scheer, Norbert Bisky sowie Peter Plate und Ulf Sommer / Verleihung am 15. April 2026 presseportal.de
Die B.Z. lädt erneut ins Haus der Berliner Festspiele, um die traditionsreichen Bronzebären zu vergeben. Durch den Abend führt mit spürbarer Berliner Schnauze die Schauspielerin Meret Becker, während rund 800 Gäste – eine bunte Mischung aus bekannten Bühnenmenschen, Kulturschaffenden und Neugierigen – erwartet werden.
Jan Schilde, Chef der B.Z., bringt es in seiner flammenden Rede auf den Punkt: 'Wer in Kunst investiert, investiert in Freiheit und gesellschaftliches Miteinander.' Klingt nach Pathos, aber man spürt, dass der Kulturpreis für Berlin kein bloßes Prestigeprojekt ist – er berührt tatsächlich die Seele der Stadt.
Die Preisträgerinnen und Preisträger im Einzelnen:
Herta Müller – Literaturnobelpreisträgerin, Meisterin der dichten Worte und Collagentechnik, deren Texte manchmal wie kleine Faustschläge wirken.
Elina Garanca – Weltweit gefeierte Mezzosopranistin, für viele das vokale Sahnehäubchen der Berliner Opernszene.
Kirill Serebrennikow – Regisseur mit bewegter politischer Geschichte, seit 2022 in Berlin, bringt frischen Wind auf die großen Bühnen; der Spagat zwischen Drama und Wahnsinn gelingt ihm wie kaum einem anderen.
Alexander Scheer – Schauspieler, nicht nur im Kiez der Star, sondern auch im internationalen Rampenlicht. Mit einer Präsenz, die Szenen füllen kann, selbst wenn die Bühne knarzt.
Norbert Bisky – Maler, dessen Werke so farbgewaltig wie seine politischen Statements sind. Moderne Kunst als Haltung, nicht als Deko.
Peter Plate und Ulf Sommer – Das Dreamteam für Berliner Musicals, bekannt geworden mit Rosenstolz, jetzt als Erneuerer des Theater des Westens unterwegs. Die beiden haben ein echtes Gespür für Popgeschichte und Herzensangelegenheiten.
Der B.Z.-Kulturpreis selbst ist ein echtes Hauptstadt-Relikt. Seit 1992 werden in jedem Frühjahr diese Bären von Ernst Leonhardt überreicht – eine bunte Parade illustrer Namen ziert die Preisträgerliste. Legendäre Künstler, mutige Macher und stille Revolutionäre – der Preis ist ein Spiegel dessen, was kulturell in Berlin möglich ist.
2026 werden mit dem B.Z.-Kulturpreis erneut prägende Persönlichkeiten des Berliner Kulturlebens geehrt, darunter die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, die stimmgewaltige Elina Garanca, der kreative Grenzgänger Kirill Serebrennikow, der facettenreiche Schauspieler Alexander Scheer, der politisch engagierte Künstler Norbert Bisky sowie das Musical-Duo Plate und Sommer. Die Veranstaltung unterstreicht Berlins Rolle als Schmelztiegel und pulsierendes Zentrum für Kunst und Kultur – was im Kontext jüngster Debatten über Kulturbudgets und gesellschaftlichen Zusammenhalt erneut ins Blickfeld rückt.
Nach aktuellen Medienberichten steht die Berliner Kulturszene weiterhin vor Herausforderungen: Steigende Kosten und die Folgen der diversen Krisen der letzten Jahre bedrohen zahlreiche Projekte, während zugleich die öffentliche Bedeutung von Kunst und gesellschaftlichem Austausch in der politisch aufgeladenen Atmosphäre wächst. Trotz alledem zeigen Initiativen wie der B.Z.-Kulturpreis die Leidenschaft und das Durchhaltevermögen der Kulturschaffenden. Laut Berichten der letzten Tage wird das kollektive Engagement für die Berliner Kunstlandschaft immer wichtiger, um gegen gesellschaftliche Spaltung und Sparmaßnahmen zu bestehen.