Schon nach wenigen Minuten war der Ton gesetzt: Deniz Undav schiebt nach einer abgefälschten Hereingabe von Stiller aus nächster Nähe ein – 1:0. Stuttgart ließ sich vom eigenen Schwung tragen, spielte befreit auf und legte nach: Erst bedient Nartey Tomás hackenfein, der satt vollendet (29.), dann revanchiert sich Mittelstädt mit einer präzisen Flanke, die Nartey eiskalt versenkt – 3:0, was für ein Statement. Augsburg schien erst nach der Halbzeit zu merken, dass man noch auf dem Feld steht: Fabian Rieder nutzt eine der seltenen Chancen und schießt zum 1:3 ein. Doch Stuttgart will keine Zweifel aufkommen lassen – kaum schnauft Augsburg auf, da drückt Undav erneut ab und stellt den alten Abstand wieder her. Selbst als Kade einen Abpraller zum zweiten Augsburger Treffer verwertet, bleibt der VfB nervenstark. Irgendwie typisch für dieses Spiel: Augsburg versucht, sich nochmal aufzubäumen, aber Stuttgart bleibt eiskalt. Demirovic schließt einen schnellen Angriff nach feinem Querpass von Undav schließlich zum fünften Tor ab. Danach? Routine, Ballkontrolle, keine Experimente mehr – und Stuttgart marschiert auf Tabellenplatz drei. Augsburg dagegen schaut unzufrieden auf Rang zehn. Nach der Länderspielpause gibt’s für beide Teams gleich knackige Aufgaben: Stuttgart trifft auf Dortmund, Augsburg auf den HSV.
Ein Spiel, das den Charakter beider Mannschaften offenlegt: Stuttgart präsentiert sich variabel, spielfreudig und mutig, ein Zeichen für die Stärke der Offensive. Den Augsburgern fehlten lange Zeit klare Aktionen und Präzision – erst nach der Pause konnten sie offensiv Akzente setzen, doch der VfB antwortete prompt. Interessant war, wie Stuttgart seine Chancen kaltschnäuzig nutzte und jeglichen Druck der Gastgeber souverän abfederte. Ergänzend melden verschiedene Medien, dass Stuttgart mit diesem Schwung die Chancen auf die Champions-League-Qualifikation weiter wahrt: Der VfB stabilisiert sich an der Spitze, die Konkurrenz aus Dortmund und Leipzig bleibt in Sichtweite. Bundesliga-Analysen heben hervor, wie Undav und Führich als offensive Schlüsselspieler den Unterschied ausmachen. Zudem stand Augsburgs Defensive einmal mehr unter Druck: Hinweise auf einen möglichen Systemwechsel nach der Länderspielpause werden in lokalen Medien bereits diskutiert.