Union lehnt höhere Beiträge für Pflegereform ab

Steffen Bilger von der CDU/CSU-Fraktion spricht sich klar dagegen aus, Beitragszahler im Zuge der geplanten Pflegereform zusätzlich zu belasten.

heute 10:02 Uhr | 1 mal gelesen

Interessant, wie Steffen Bilger diesen Punkt betont: Die Pflegeversicherung soll nicht zulasten der Beitragszahler ausgeweitet werden – darum geht es im Kern. 'Wir müssen die Beiträge im Griff behalten', erklärte er gegenüber RTL und ntv. Teurer werden darf Arbeit in Deutschland nicht einfach weiter durch höhere Sozialabgaben, meint Bilger. Klar, die Finanzierung sozialer Sicherheit stößt an Grenzen – immer mehr Steuergeld ins System zu pumpen, sei auch keine Dauerlösung. Entsprechend müsse man Ausgaben im Gesundheits- und Pflegebereich kritischer prüfen, Sparoptionen suchen. Was das konkret heißt? Da bleibt Bilger noch vage: Die genauen Stellschrauben sollten erst diskutiert werden. Fakt ist: Die Kosten im Pflegebereich gehen steil nach oben – und niemand hat ein Patentrezept parat. Fast schon wie eine To-do-Liste klingt hingegen sein weiteres Vorhaben: Auch andere Sozial- und Steuerreformen stehen in der Pipeline. Bis zur Sommerpause, sagt Bilger, soll das große Reformpaket auf dem Tisch liegen. Bei der Gesundheitsreform ist man schon weiter – sie steht im Bundestag kurz vor der Beratungsschleife. Bilgers Appell: Der Druck, zügig zu Ergebnissen zu kommen, sei spürbar, Zeit zum Zaudern bleibe jedenfalls nicht.

Steffen Bilger unterstreicht die Notwendigkeit, Beitragszahler bei der anstehenden Pflegereform finanziell nicht zusätzlich zu belasten und sieht Einsparungen als wichtigen Hebel, um die rasant wachsenden Kosten im Pflegebereich einzudämmen. Seine Aussagen spiegeln die Grundhaltung der Unionsfraktion wider: keine höheren Beiträge, keine unbegrenzten Steuermittel für die Sozialsysteme. Im gesundheitspolitischen Gesamtpaket sollen außerdem eine Renten- und Steuerreform eng verzahnt werden, wobei sich der Zeitplan bis zur Sommerpause als sportlich erweist. Hintergrundrecherche zeigt übrigens, dass das Thema Beitragssteigerungen auch in anderen Parteien und Interessenverbänden für hitzige Debatten sorgt – besonders vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der Finanzierungslücken prognostiziert. Experten warnen, dass ohne grundlegende Strukturreformen und mehr Personalpflege sich die Lage weiter zuspitzen wird; der Fokus liege mehr denn je auf Effizienzsteigerung, Digitalisierung und nachhaltiger Finanzierung. In den letzten Tagen fanden sich dazu intensive Diskussionen etwa um die Frage, wie private und gesetzliche Pflegeversicherung besser verzahnt oder Eigenanteile begrenzt werden könnten.

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