Wer heute mit einem klassischen Benziner oder Diesel unterwegs ist, merkt es schmerzlich: Tanken tut weh. Preisvergleiche, Spritsparen, sogar gelegentliche Verzichtsfahrten – für viele ist das längst Alltag. In auffälligem Kontrast dazu stehen die relativ konstanten Strompreise für Fahrer von Elektroautos. Ist jetzt der Moment für den Wechsel gekommen? Genau das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der DEVK ins Visier genommen, bei der das Civey-Institut Anfang Mai über 2.500 Autobesitzer befragte.
Millionen Menschen offen für E-Autos
Die Ergebnisse überraschen nicht auf den ersten Blick – und dann eben doch. Während 70 Prozent aller Befragten zwar bei ihrer bevorzugten Antriebsart bleiben wollen, sieht immerhin jeder sechste Besitzer eines Benziners oder Diesels durch die teuren Spritpreise einen guten Anlass, sich nach einem E-Auto umzuschauen. Bezogen auf die riesige Zahl von Verbrennern auf deutschen Straßen – laut Kraftfahrt-Bundesamt 2025 noch fast 30 Millionen Benziner und knapp 14 Millionen Diesel – ergibt sich daraus ein enormes Potenzial: Über sechs Millionen Menschen könnten perspektivisch auf Stromer umsatteln. Wer bereits ein E-Auto fährt, fühlt sich durch die hohen Spritpreise in seiner Wahl sogar bestärkt. Interessant: Hybridfahrzeuge stehen für E-Auto-Besitzer nicht hoch im Kurs, aber Besitzer reiner Verbrenner ziehen sie manchmal als Brückenlösung in Betracht.
Neuzulassungen steigen rasant
Wer einen Blick in die Statistik wirft, sieht: Es tut sich was. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden im April 2026 gut 41 Prozent mehr reine Elektro-Pkw als im Vorjahresmonat neu zugelassen. Gleichzeitig gehen die Zulassungszahlen von Benzinern und Dieseln deutlich zurück – ein Trend, der sich durch politische Förderimpulse noch verstärken könnte.
Prämien und Versicherungsboni als Anreize
Stichwort Förderung: Seit Herbst 2025 gibt es in Deutschland eine neue Kaufprämie für reine Elektroautos. Je nach Einkommen und Kinderzahl können sich Käufer auf bis zu 6.000 Euro Unterstützung freuen. Auch Plug-in-Hybride werden bezuschusst, wenn auch weniger großzügig. Und: Versicherer wie die DEVK greifen mit eigenen Anreizen unter die Arme. Wer etwa bei einem Schaden seinen Verbrenner verliert und auf E-Antrieb umsteigt, bekommt von der DEVK im Premium-Tarif einen Zuschuss von 1.500 Euro.
Zur Umfrage
Civey befragte vom 8. bis 11. Mai 2026 rund 2.500 Autofahrende mit eigenem Pkw. Die Ergebnisse gelten, trotz der zu erwartenden Schwankungsbreite von etwa 3,8 Prozentpunkten, als statistisch robust und repräsentativ.
Weitere Infos zur Kfz-Versicherung und den Ergebnissen der Umfrage sind online abrufbar: www.devk.de/elektroauto und Fotos/Material gibt’s zusätzlich unter https://ots.de/0SspmP.
***
Seit beinahe anderthalb Jahrhunderten ist die DEVK nah an ihren Kundinnen und Kunden. Damals wie heute setzt das Unternehmen auf persönliche Beratung, schnelle Hilfe im Schadensfall und Verlässlichkeit – was nicht zuletzt unabhängige Rating-Agenturen regelmäßig bestätigen.
Die anhaltend hohen Treibstoffpreise setzen deutsche Autofahrer zunehmend unter Druck, insbesondere jene, die auf Benzin- oder Dieselfahrzeuge angewiesen sind. Laut DEVK-Umfrage erwägen etwa 6,6 Millionen Menschen mittelfristig den Umstieg auf ein Elektroauto, auch befeuert durch neue staatliche Förderprogramme und steuerliche Anreize. Gleichzeitig erleben E-Pkw in Deutschland einen regelrechten Zulassungsboom, während klassische Verbrenner deutlich an Boden verlieren. Neuere Berichte betonen allerdings weiterhin die Herausforderungen des Umstiegs: Mangelnde Ladeinfrastruktur, schwankende Strompreise insbesondere an Schnellladesäulen, sowie Lieferengpässe bei beliebten E-Modellen bremsen noch viele potenzielle Käufer aus. Außerdem zeigen aktuelle Artikel, dass besonders in ländlichen Regionen noch große Skepsis und praktischer Nachholbedarf bestehen. In der Automobilbranche ist die Unsicherheit groß, ob die derzeitigen Fördermaßnahmen ausreichen werden, um im geplanten Tempo klimafreundliche Fahrzeuge auch wirklich auf die Straße zu bringen.