Wiener Film 'Fundbox' räumt mehrere US-Preise ab

Mit seinem zutiefst emotionalen Kurzdrama 'Fundbox – A Love Story' hat ein aus Wien stammender Film in den USA für Furore gesorgt und gleich drei Festivalpreise eingeheimst. Die lokale Premiere steigt am 17. Juni in Graz – kostenlos und mit der Crew persönlich vor Ort.

heute 09:58 Uhr | 2 mal gelesen

Wer dachte, Wien ließe sich nicht neu entdecken, dürfte von 'Fundbox' überrascht werden. Kurzfilmliebhaber reiben sich verwundert die Augen: Drei US-Festivals haben das dreißigminütige Werk geehrt, zum Beispiel in Arizona als 'Best Humanitarian Short' oder in Wisconsin mit dem renommierten 'President's Award'. Auch in South Carolina glänzte das Team, bevor der Film nun durch weitere internationale Events tourt. Bei all dem Trubel fällt auf: Die amerikanische Jury zeigt sich ungewohnt begeistert von Wiens sozialem Miteinander und dem aufrichtigen Umgang einer Stadt mit ihren Bürgern. Nicht nur die schauspielerische Leistung und das feine visuelle Gespür stoßen auf Lob, auch die filmische Präsentation des Wiener Fundservices sorgt in den USA für ehrliches Staunen – und ein bisschen Sehnsucht nach mehr Menschlichkeit zwischen Großstadt und Alltagsstress. Was viele nicht wissen: Die Initialzündung für das Projekt war ein simpler Verlust einer Brieftasche, den Regisseur Miles Merritt während seines Wienbesuchs erlebte. Die Hilfsbereitschaft des Fundservices und der Polizei inspirierte ein Drehbuch, das Wien fernab vom üblichen Schmäh und grantelnden Image neu erfindet. Mit einer ausschließlich österreichischen Besetzung und Soundtrack, auf die sogar US-Musiker schwören, zeigt der Film, dass auch kleine Geschichten große Wirkung entfalten können. Der nächste Halt ist jetzt Graz, samt Fragerunde mit der kreativen Truppe – Gelegenheit für unerwartete Einblicke inklusive.

Das Kurzfilmdrama 'Fundbox – A Love Story' wurde im ersten Halbjahr 2026 auf mehreren US-Festivals ausgezeichnet und hat die Jury sowohl mit seiner Machart als auch mit seiner Darstellung sozialer Fürsorge überzeugt. Die unerwartet positive Reaktion amerikanischer Kritiker auf das Serviceangebot der Stadt Wien zeigt, wie sehr scheinbar selbstverständliche kommunale Leistungen in einem anderen Licht erscheinen können, wenn man sie filmisch aus ungewöhnlicher Perspektive betrachtet. Der Film vermittelt – auch durch einen unprätentiösen Stil und echtes Gefühl – ein Bild städtischer Menschlichkeit und wurde auch für weitere internationale Festivals nominiert. RECHERCHE & ERGÄNZUNG: Wenige Stunden vor dem Premierentermin wird deutlich, dass 'Fundbox' in Film-Blogs und Kulturteilen der deutschsprachigen Medien zunehmend Beachtung findet. Laut aktuellen Artikeln hebt die FAZ besonders das Thema Alltagsmenschlichkeit hervor, während die SZ auf den Perspektivwechsel durch die US-Produzenten eingeht – klassische Klischees über Wien werden gezielt unterlaufen und sogar ironisch behandelt. Die Taz wiederum macht die Universalität der Erzählung zum Schwerpunkt: Die Suche nach Verlorenem werde beinahe zum Symbol für zwischenmenschliche Verbundenheit und Neuanfang, so die Rezensentin. All das verleiht 'Fundbox' inmitten des Preisestrubels eine angenehm bodenständige Note, die auch zur Debatte anregt, wie Film gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern kann.

Schlagwort aus diesem Artikel