US-Seeblockade im Iran-Konflikt: CDU-Politiker bewertet Trumps Drohungen als kurzfristige Strategie

Jürgen Hardt (CDU), außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, stuft die Debatte um eine US-Seeblockade nahe Iran weniger als konkrete Drohung denn als taktisches Manöver Trumps ein. Für Hardt ist klar: Ein Handelskrieg schadet letztlich auch den USA.

heute 00:10 Uhr | 3 mal gelesen

Genauer betrachtet, hält Jürgen Hardt die martialische Wortwahl von Donald Trump in Bezug auf eine mögliche Blockade der Straße von Hormus für ein Instrument im Poker um Macht und Einfluss. "Trump kann keine blockierten Handelsrouten gebrauchen. Das schadet auch ihm“, so Hardt gegenüber der 'Rheinischen Post'. Es ist schon fast ein Ritual: Beide Seiten – Iran und USA – pokern, versuchen ihre Ausgangslage für Verhandlungen zu verbessern. Trumps Ankündigungen, sie klingen manchmal so endgültig, aber wer aufmerksam beobachtet hat, merkt: bei ihm sollte man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Am Ende, so Hardt, zählt nur, was tatsächlich umgesetzt wird – und das ist selten identisch mit dem, was im ersten Moment sensationell klingt. Ob das am Ende mehr Verhandlungsmasse oder eine echte Gefahr ist? Schwer zu sagen. Zumindest für Hardt eine klassische Trump-Nummer.

Die jüngste Eskalation rund um die Straße von Hormus hat international für Unruhe gesorgt. Während Trumps Drohung einer Seeblockade europäische und globale Märkte beunruhigt, sehen viele Experten sowie CDU-Politiker Hardt die Äußerungen eher als Teil einer kalkulierten, kurzfristigen Strategie des US-Präsidenten – ähnlich wie bei früheren Auseinandersetzungen. Interessant ist dabei die breite Einschätzung: Wirtschaftliche Eigeninteressen (beispielsweise steigende Ölpreise in den USA selbst) machen eine tatsächliche Umsetzung unwahrscheinlich; die diplomatische Unsicherheit jedoch bleibt bestehen, auch weil der Ton zwischen Teheran und Washington zuletzt wieder rauer geworden ist. Zusätzliche Recherchen zeigen, dass zahlreiche Nachrichtenmedien in den letzten Tagen das Thema von mehreren Seiten beleuchten – etwa die politischen Reaktionen in Europa, die Lage am Persischen Golf und die potentiellen Folgen für den Welthandel. Auch wird auf neue see- und sicherheitspolitische Aktivitäten Großbritanniens und Deutschlands in der Golfregion hingewiesen. Die internationale Gemeinschaft sieht die Situation weiterhin mit großer Besorgnis, zumal die Positionen der Konfliktparteien verhärtet scheinen und diplomatische Deeskalationsversuche bisher wenig Wirkung zeigten.

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