AfD in Landesregierung? PKGr-Chef hält Abschottung des Landesverfassungsschutzes für denkbar
Marc Henrichmann (CDU), Vorsitzender des parlamentarischen Kontrollausschusses (PKGr), sieht die Option, einen Landesverfassungsschutz unter AfD-Führung beim Informationsaustausch auszubremsen. Gerade bei Parteien mit verfassungsrechtlich heiklem Hintergrund müsse genau geprüft werden, wie vertrauenswürdig die Zusammenarbeit noch ist.
heute 07:26 Uhr | 3 mal gelesen
Eigentlich lebt der deutsche Verfassungsschutz ja vom ständigen Austausch – Informationen sollen nicht irgendwo im Datensilo vermodern, sondern zur richtigen Zeit an den richtigen Stellen landen. Aber was, wenn eine Partei wie die AfD, die selbst unter Beobachtung steht, plötzlich eine Landesregierung anführt? Marc Henrichmann bringt es auf den Punkt: Es könnte passieren, dass dann ein Landesamt für Verfassungsschutz vorübergehend außen vor bleibt. Ein solches Abschneiden wäre nicht die erste Wahl, aber denkbar – schließlich steht am Ende immer die Sicherheit im Raum, die mit der Offenheit abgewogen werden muss. Komisch eigentlich: Information ist irgendwo immer Macht, und die Verteilwege sind in der Demokratie absichtlich verschlungen gebaut worden. Wird einer rausgenommen, landen viel mehr Entscheidungen auf der Ebene einzeln handelnder Beamtinnen und Beamten. Henrichmann sieht’s pragmatisch: Die Kontrollsysteme im deutschen Staat sind so gemacht, dass eine einzelne Partei eben nicht alles über den Haufen werfen kann. Und sollte wirklich mal was aus dem Ruder laufen, kommen die Gerichte ins Spiel – manchmal beruhigend, manchmal auch beunruhigend, wie viel da von einzelnen Menschen abhängt.
Aktuell wird in Deutschland lebhaft über die Konsequenzen diskutiert, sollte die AfD in einem Bundesland tatsächlich eine Regierung stellen. Die Furcht vor einem möglichen Missbrauch sensibler Informationen ist groß; Henrichmann betont, dass demokratische Sicherheiten wie die gerichtliche Überprüfung und institutionelle Kontrollen bestehen. Darüber hinaus warnen Experten davor, dass eine mögliche Abkopplung eines Landesamtes für Verfassungsschutz nicht ohne Risiko für die Kooperation zwischen den Behörden bleibt – die innere Sicherheit wäre verstärkt im Fokus und unter besonderer Beobachtung.