Deutschland muss, vor dem Hintergrund einer möglicherweise schwächer werdenden US-Rolle innerhalb der Nato, die Stärkung der eigenen und der europäischen Verteidigung verstärkt angehen. Der Wehrbeauftragte Otte sowie der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Röwekamp, drängen auf eine schnelle Klärung der sicherheitspolitischen Marschroute und auf mehr Investitionen in Bundeswehr-Personal und Ausrüstungslücken. In den letzten Tagen wurde dieses Thema in Medien wie FAZ, SZ und ZEIT ebenfalls intensiv diskutiert: Einigkeit besteht darin, dass Europa – angesichts der Unsicherheiten bei den US-Engagements und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine – eigenständiger und verlässlicher werden muss. Neuere Berichte weisen darauf hin, dass EU-Mitgliedstaaten gerade dabei sind, gemeinsam Verteidigungsschritte zu erarbeiten, und das Bundesministerium für Verteidigung eine umfassende Neuausrichtung der Streitkräfte plant, die sowohl strategische als auch qualitative Aufrüstung vorsieht. Auch wird betont, dass dabei der Ausbau von europäischer Rüstungskooperation und schnellere Entscheidungswege eine besondere Rolle spielen – Deutschland ist dabei einer der zentralen Akteure.