Vertrauenskrise? Vier von zehn Deutschen glauben an frühes Regierungsende

Eine neue Insa-Befragung zeigt: Fast die Hälfte der Deutschen ist skeptisch, ob das schwarz-rote Kabinett wirklich bis 2029 hält. Besonders in Sachen Steuerpolitik erwarten viele Befragte keine Entlastung – im Gegenteil.

heute 00:03 Uhr | 1 mal gelesen

Bemerkenswert: Laut Umfrage geht nur eine knappe Mehrheit der Befragten davon aus, dass die aktuelle Bundesregierung noch bis zum regulären Wahltermin 2029 durchhält. 41 Prozent zweifeln daran, dass SPD und CDU die Legislatur gemeinsam beenden, während sich 38 Prozent das vorstellen können. Ein weiterer Batzen, nämlich 18 Prozent, will sich da gar nicht festlegen und bleibt neutral. Spannend wird’s aber bei der Frage nach den Steuern. Hier glauben 52 Prozent, dass es eher zu Steuererhöhungen kommt. Von Entlastungen träumen offenbar nur wenige: Lediglich 13 Prozent tippen auf niedrigere Abgaben. Die Meinungsforscher haben insgesamt 1.005 Menschen zwischen dem 20. und 23. März gefragt – und so ein Stimmungsbild kann, ehrlich gesagt, auch ein Fingerzeig für den lauter werdenden Frust sein.

Im aktuellen politischen Klima Deutschlands ist das Misstrauen gegenüber der Regierungsstabilität auffällig hoch. Die Skepsis, dass die Bundesregierung sogar vor dem regulären Wahltermin scheitert, spiegelt eine allgemeine Unzufriedenheit mit politischen Prozessen wider. Dazu kommt eine weitverbreitete Erwartung von Steuererhöhungen – sicherlich kein Zeichen für Optimismus. Zuletzt preschten auch andere Umfragen mit ähnlichen Tendenzen vor: Die Unzufriedenheit mit der Ampelregierung wächst, was sich sowohl in Umfragewerten als auch in polarisierten gesellschaftlichen Debatten niederschlägt. Während Regierung und Opposition um zukünftige Steuerpolitik und Wohlstandssicherung ringen, wächst die Unsicherheit innerhalb der Bevölkerung.

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