Vierteljahrhundert Art Room Würth Austria: Ein Festakt der Kunst mit Isolde Maria Joham

Böheimkirchen – Treffpunkt am Puls der Zeit: Mit der Schau "Centre Pompidou – Isolde Maria Joham. Sammlung Würth und Leihgaben" zelebrierte der Art Room Würth Austria am 4. Mai sein 25-jähriges Jubiläum. Kunstinteressierte, lokale Persönlichkeiten und Mitarbeitende füllten die Räume, als der sagenhafte 100.000ste Besucher empfangen wurde – ein echter Glücksmoment für das Haus im westlichen Wienerwald.

heute 12:35 Uhr | 4 mal gelesen

Vielleicht braucht es ja wirklich knallvolle Jubiläen, um einmal innezuhalten: Ein Vierteljahrhundert Art Room Würth Austria hat seine Spuren hinterlassen – künstlerisch und gesellschaftlich. Elisabeth Kreuzhuber, die dieser Ausstellung ihren Feinschliff verpasste, bringt es auf den Punkt: Der Art Room ist mehr als nur Showroom – er wandelt als Brücke zwischen regionalem Herzschlag und globaler Kunstlandschaft. Die aktuelle Ausstellung, ein glanzvolles Porträt von Isolde Maria Joham, verzahnt Vergangenheit und Gegenwart. Joham, 1932 geboren und 2022 verstorben, ist eine Künstlerin, deren Werke mit scharfem Blick, überraschenden Bezügen und gern auch mal poppigen Farben daherkommen. Über 70 Jahre im Kunstgeschehen, irgendwo zwischen Riesenformat, Realismus und Pop Art – so wandelbar, dass man fast schon schwankt zwischen Bewunderung und Staunen. Erst 2021 kam die langersehnte Würdigung im eigenen Land, zu spät, aber doch mit Nachdruck. Die Erinnerungen an ihre letzte große Schau in Krems, die sie noch selbst gestaltete, liegen für viele immer noch schwer in der Luft. Was bleibt von so vielen Jahren? Neben der Ausstellung selbst gibt es nun auch einen Raum, der das Vergangene Revue passieren lässt – etwas Nostalgie, aber mit Blick auf neue Impulse. Das Hochwasser im September 2024? Ein heftiger Schnitt, der zeigte, wie verletzlich auch Kulturräume sind. Trotz aller Renovierung: das Archiv, ein Opfer der Fluten, existiert jetzt nur noch digital. Aber immerhin – die alten Plakate, die kleinen Relikte der Ausstellungen, konnten gesichert werden. Michael Hempt, aktueller CEO von Würth Österreich, beschreibt die Haltung des Konzerns zur Kunst fast schon als Selbstverständlichkeit. Es ist nicht nur Firmentradition, es ist Haltung, vielleicht sogar Leidenschaft. Der Eintritt bleibt frei – logisch, denn wer Kunst für alle will, darf keine Hürden bauen. Und Würth selbst? Industriestark, regional verwurzelt, beständig wachsend: Rund 1.000 Mitarbeitende, über 80 Filialen, ein breites Sortiment von Schrauben bis Arbeitsschutz. Im Kern aber offen für mehr als nur Geschäft – aufgeschlossen gegenüber Geist und Kultur.

Der Art Room Würth Austria feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einer exklusiven Schau zu Isolde Maria Joham und konnte dabei sogar seinen 100.000sten Gast begrüßen – ein echtes Ausrufezeichen für die lokale Kunstszene. Die Ausstellung "Centre Pompidou – Isolde Maria Joham. Sammlung Würth und Leihgaben" konzentriert sich auf das Werk einer Künstlerin, die lange unterschätzt wurde und ein Lebenswerk zwischen Pop Art und Realismus hinterließ, das heute wieder neu entdeckt wird. Das Jubiläum markiert nicht nur einen Rückblick, sondern auch einen Neuanfang nach der dramatischen Hochwasserkatastrophe von 2024, durch die das Archiv des Hauses nur noch digital erhalten blieb. Neue Sicherheitsmaßnahmen, digitalisierte Erinnerungen und ein neugestalteter Ausstellungsbereich prägen den Neustart des Art Room, der als kultureller Brückenbauer zwischen Region und internationaler Kunstszene gilt. Zusätzlich wurde der 100.000ste Gast als Zeichen der breiten Akzeptanz und Vitalität empfangen, und die Verbindung von wirtschaftlicher Stärke und kulturellem Engagement bleibt ein Kernanliegen von Würth Österreich. Recherchierte Ergänzungen: - Die Ausstellung "Centre Pompidou – Isolde Maria Joham" vereint Werke aus der Sammlung Würth mit Leihgaben anderer Institutionen und schlägt dadurch eine Brücke zwischen österreichischer Nachkriegskunst und internationalen Einflüssen. - In aktuellen Medienberichten wird die zunehmende Bedeutung regionaler Kunstorte wie dem Art Room betont; sie seien unverzichtbar, um dem Wandel in der Kunstwelt standzuhalten. - Die Renaturierung und Digitalisierung von Kulturgütern (wie nach dem Hochwasser geschehen) werden zunehmend als zukunftsweisend diskutiert, insbesondere im Kontext nachhaltiger Museumsarbeit.

Schlagwort aus diesem Artikel