AfD bleibt laut Forsa vorn – Union stagniert weiter

Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer behauptet die AfD ihren Vorsprung vor CDU/CSU weiterhin deutlich.

heute 14:11 Uhr | 3 mal gelesen

Die AfD hält mit 27 Prozent weiter Kurs auf Rang eins im Ranking von Forsa. Der Abstand zur Union beträgt unverändert fünf Prozentpunkte – CDU/CSU verharren bei 22 Prozent. Überhaupt wirkt das ganze Tableau wie eingefroren: Die SPD kommt weiterhin nur auf magere 12 Prozent, FDP wie gehabt bei 4 Prozent und die kleineren Parteien (inklusive BSW) zusammen auf 8 Prozent. Die Ausnahme: Die Grünen gewinnen leicht hinzu und steigern sich auf 16 Prozent – ihr stärkster Wert seit Anfang Mai 2023. Anders die Linke, die nach einer Durststrecke einen weiteren Punkt verliert und jetzt mit 11 Prozent dasteht.

Was die zugeschriebene Lösungskompetenz betrifft, liegt die AfD mit 14 Prozent vorn, dicht gefolgt von der Union (12 Prozent). Die Grünen bleiben stabil bei 8 Prozent, während SPD und Linke je 5 Prozent zugesprochen bekommen. Trotzdem traut eine klare Mehrheit – nämlich 54 Prozent – keiner Partei zu, die größten Probleme des Landes wirklich lösen zu können.

Und dann ist da noch Friedrich Merz. Seine Beliebtheitswerte fallen weiter: 85 Prozent der Bevölkerung bewerten seine Arbeit als ungenügend, der bisher höchste Wert. Die Zufriedenheit sinkt auf 13 Prozent. Erwähnenswert – selbst in der CDU/CSU-Basis überwiegen die Kritiker: 53 Prozent der Unionsanhänger sehen seine Arbeit kritisch. Befragt wurden 2.002 Menschen zwischen dem 28. April und 4. Mai 2026. Klingt irgendwie nach Stillstand, oder?

Die jüngste Forsa-Umfrage für das RTL/ntv-Trendbarometer unterstreicht die gefestigten Machtverhältnisse: Die AfD bleibt klar stärkste Kraft, während die CDU/CSU weiterhin nicht aus dem Umfragetief herauskommt. Besonders auffällig: Das Stimmungsbild bei den anderen Parteien ist nahezu eingefroren, nur die Grünen legen leicht zu, während die Linke einen weiteren Dämpfer hinnehmen muss. Nach Angaben aus verschiedenen Medienkommentaren wird die Schwäche der Union häufig auf das Führungspersonal zurückgeführt – Friedrich Merz steht aktuell so stark in der Kritik wie nie, was auch zunehmend bei den eigenen Anhängern für Verunsicherung sorgt. Die hohe Unzufriedenheit mit der politischen Führung begünstigt offenbar die AfD und hat, gemeinsam mit der geringen Problemlösungskompetenz der übrigen Parteien, zur aktuellen Stimmungslage beigetragen. Die generelle Verdrossenheit gegenüber allen größeren Parteien – deutlich mehr als die Hälfte der Befragten trauen keiner Partei zu, die Probleme Deutschlands zu lösen – ist ein klarer Warnhinweis. Zudem spiegeln sich die Zahlen auch in anderen Meinungsforschungsinstituten wider und zeigen eine zunehmende Polarisierung des politischen Klimas.

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