Die Einführung eines Tierhaltungskennzeichens für Fleischprodukte wurde von Landwirtschaftsminister Alois Rainer konkretisiert: Primäres Ziel ist aktuell die Kennzeichnung für Schweinefleisch, um eine praktikable und verbindliche Lösung zu schaffen. Trotz Forderungen aus Gesellschaft und Handel nach einer Ausweitung auf weitere Fleischarten wie Rind oder Geflügel will Rainer vorläufig keine Versprechen geben – der Weg ist Schritt für Schritt geplant. Interessant am aktuellen Diskurs ist, wie langsam und zögerlich die Politik bei transparenter Kennzeichnung agiert, obwohl parallele Entwicklungen wie zum Beispiel planetare Ernährungsziele und Debatten um Tierwohl den Druck erhöhen. Recherchen zeigen zudem: Die Wirtschaft befürchtet Mehraufwand und hält die Umsetzung 2027 für ambitioniert. Die EU-Kommission prüft, ob nationale Lösungen EU-weit kompatibel sind. Außerhalb der Politik äußern Tierschutzverbände Kritik an der Verzögerung und mahnen an, umfassendere Lösungen anzugehen.