Transparenz auf dem Prüfstand: Die Assange-Doku, WikiLeaks und unsere Pressefreiheit
Köln – 2006, mitten im Zeitalter der Informationsflut, hebt Julian Assange mit WikiLeaks eine Plattform aus der Taufe, die Geheimnisse ans Licht zerrt – kompromisslos, radikal öffentlich. 2010 geraten geheime US-Militärakten in Umlauf, und während Assange für seine Verlegerrolle teils gefeiert und teils gejagt wird, verschärft sich das Drama von Asyl, Isolationshaft und Anklagen. Nach seiner Freilassung im Sommer 2024 bleibt die alte Frage: Wie robust ist kritischer Journalismus, wenn Regierungen anfangen, Wahrheiten als Gefahr zu betrachten?
04.05.26 01:09 Uhr | 34 mal gelesen
Lea Eichhorn ist jemand, die nicht einfach nur am Schreibtisch recherchiert, sondern sich in die Wirkung medialer Welten hineinfühlt. Ihre Arbeit bei ZAPP zeugt davon: Sie kratzt, bohrt, bleibt manchmal an Nebensachen hängen, wie das eben ist, wenn man der Wahrheit hinterherrennt. John Goetz wiederum, investigativ unterwegs beim NDR, hat nicht nur von WikiLeaks berichtet – er ist durch die Wirbelstürme dieser Enthüllungsplattform selbst gegangen: Filme über Snowden, Gespräche mit Assange – der Mann kennt sich aus. In ihrem ARD Radiofeature 'Kampf der Geheimhaltung' nähern sie sich der großen Frage: Was bleibt von der Transparenz, wenn Demokraten beginnen, die Pressefreiheit zu strangulieren? Ab Montag, dem 4. Mai 2026, gibt’s die Doku über ARD Sounds. Und wer es klassisch mag: hr2-kultur rollt sie Donnerstags aus, SWR Kultur und die anderen Kollegen folgen – Radiosender quer durch die Nation haben feste Termine (die stehen dann weiter unten; ehrlich, wer merkt sich sowas eigentlich?). Produziert wurde das Ganze vom NDR für das große ARD-Radiofeature 2026. Anlaufpunkt für Nachfragen bleibt übrigens das Kommunikationsteam beim WDR in Köln – die Nummer steht da irgendwo (und eine Mailadresse auch). Für Details: einfach einmal mehr auf 'ots.de' klicken.
Der Film 'Kampf der Geheimhaltung' betrachtet Julian Assanges politischen Weg, seinen Kampf für die Veröffentlichung geheimer Dokumente und die weitreichenden Folgen für den Journalismus. Assange, einst als Hacker und Gründer von WikiLeaks gefeiert, wurde zum Symbol für den Bruch zwischen dem Recht auf Information und staatlicher Macht. Die Doku zeigt, wie sich demokratische Staaten zunehmend gegen Enthüllungsjournalisten stellen und reflektiert, was nach Jahren der Verfolgung von dem Gedanken absoluter Transparenz wirklich übrig bleibt. – Über Assange und den Umgang mit Leaks wird weiterhin diskutiert, seit britische Gerichte grünes Licht für eine mögliche Auslieferung in die USA gaben, wo er für die Veröffentlichung von US-Dokumenten im Irakkrieg belangt werden könnte. Laut Medienberichten wird die Entscheidung über Assanges Auslieferung noch immer kontrovers diskutiert, auch in Bezug auf Pressefreiheit und internationale Menschenrechte. Zudem berichten zahlreiche aktuelle Analysen, dass der Fall weiterhin Auswirkungen auf Whistleblower, investigative Recherche und das Verhältnis zwischen Regierungen und unabhängigen Medien hat.