Man merkt es förmlich: Die Stadt bebt, zumindest gefühlt, schon jetzt im Takt. Bald ist es wieder so weit – und diesmal gleich ein Jubiläum: Siebzig Jahre Eurovision Song Contest. "United by Music" steht auf allen Bannern, doch was bedeutet das eigentlich? Melodramatische Töne, ausgelassene Zeiten, alles eine Nummer zu groß – so kennen, lieben (und manchmal ertragen) viele den ESC. Diesmal fahren ARD, SWR, BR und hr große Geschütze auf: Wien, dazu Kooperation mit ORF und dem Schweizer SRF. Die Übertragung am 16. Mai im Ersten – ein Pflichttermin für alle Musikfans, bei dem auch Sarah Engels ein Wörtchen mitreden möchte. Ob ihr Song "Fire" tatsächlich ein Feuer zündet? Man darf gespannt sein – immerhin tritt Deutschland inmitten von 34 weiteren Nationen an.
Federführend dieses Jahr erstmals der SWR – und der ist stolz darauf, Europas großes Medienspektakel zu stemmen, wie Programmdirektor Bratzler betont: Die Zusammenarbeit innerhalb der DACH-Länder nimmt man ernst; das Rahmenprogramm kommt fast schon wie ein popkulturelles Statement daher. Barbara Schöneberger eröffnet ab 20:15 Uhr mit Stargästen im Countdown live aus dem Museumsquartier, flankiert von den ESC-erfahrenen Cesár Sampson und Luca Hänni. Wer dem Ganzen bis tief in die Nacht frönt: Nach dem Punktesegen gibt’s – welch Überraschung – eine Aftershow mit Rückblicken auf Kuriositäten und Gänsehaut-Erlebnisse.
Auch für Menschen mit Behinderung verbringt man sich: Untertitel, Audiodeskription, Gebärdensprache, ja sogar „Deaf Performance“ – Musik als lebendige Darbietung in Gebärdensprache, Tanz und bewegten Bildern – machen die Shows barrierefrei.
Karlsruhe steigt übrigens ebenso aufs ESC-Partyschiff: In der Schwarzwaldhalle gibt’s Livemusik, Public Viewing und interaktive Stimmung. Michael Schulte darf sogar per Live-Schalte im Fernsehen mitmischen.
Nicht zu vergessen: Die Doku "70 Jahre ESC – More than Music" erzählt ESC-Geschichten, wie sie klingen und dröhnen – ungeschönt, wild, gefühlvoll. Promis, Musiker, Kommentatoren teilen persönliche Momente; ein Zeitraffer europäischer Musikgeschichte.
Kurzum: Egal ob Sie hagelneu im ESC-Fieber sind oder seit Guildo Horns legendärem Auftritt von 1998 mitfiebern – Wien wird im Mai 2026 zur Bühne für alles, was der ESC heute ist: bunt, laut, manchmal schräg, oft sehr verbindend.
Der Eurovision Song Contest 2026 feiert sein 70-jähriges Bestehen und kommt dafür nach Wien, wo das große Finale samt Rahmenprogramm von ARD, ORF und SRF kooperativ organisiert wird. Neben Deutschland – vertreten durch Sarah Engels – treten weitere 34 Länder an, um vor Millionenpublikum im Fernsehen und Online zu bestehen. Das gesamte Event wird inklusive zahlreicher Vor- und Aftershows, Live-Übertragungen und einer ausführlichen Jubiläumsdokumentation gezeigt – ergänzt durch konsequent barrierefreie Angebote, Public Viewings und prominente Gästebeiträge.
Ergänzende Recherche: Der Eurovision Song Contest ist weiterhin politisch umstritten und ein Aushängeschild für internationale Musik- und Popkultur gleichermaßen. Im Vorfeld der nächsten Ausrichtung gibt es Debatten zu Themen wie Nachhaltigkeit des Events, Integrationsleistung europäischer Kulturereignisse und neue Abstimmungsmethoden. Aktuell berichten zahlreiche Portale davon, dass mehrere Länder ihre Teilnehmer*innen bereits intern festlegen und die Musikbranche vor Ort eine Sonderkonjunktur durch das Großevent erwartet. Auch ESC-typisch: Die Social-Media-Kanäle kochen schon jetzt über vor Prognosen und Stimmungsanalysen.