Wall Street startet durch – Ölpreis auf Talfahrt

Am Montagabend verzeichneten die amerikanischen Börsen eine regelrechte Kursexplosion. Während der Dow-Jones über die Marke von 46.000 Punkten sprang (ein stattliches Plus von 1,4 Prozent), folgten S&P 500 und Nasdaq mit ähnlichen Zugewinnen. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war US-Präsident Trumps Ankündigung, die geplanten Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur zunächst zu vertagen – was nicht nur an den Finanzmärkten Wellen schlug.

heute 21:32 Uhr | 1 mal gelesen

Trump erklärte, die Verschiebung sei das Ergebnis 'guter Gespräche' mit iranischer Seite – auch wenn aus Teheran prompt das Dementi kam. Währenddessen richtete der Chef der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, mahnende Worte an die Öffentlichkeit: Das drohende Energie-Debakel halte er für mindestens so ernst wie die Ölkrisen der 1970er Jahre, verschärft durch den aktuellen Ukraine-Konflikt. Die IEA legt einen Katalog mit zehn Vorschlägen vor – darunter Klassiker wie Tempolimits und Homeoffice, aber auch Forderungen nach sofortiger Stärkung des Nahverkehrs und einer bremsenden Hand beim Fluggeschäft. Auch auf den Währungsmärkten tat sich was: Der Euro legte etwas zu und wurde am Abend für 1,1613 Dollar gehandelt. Gold geriet im Abwärtssog und kostete am Abend 4.403 Dollar je Feinunze, gut zwei Prozent weniger als am Vortag. Was die Ölpreise angeht: Mit einem Preissturz auf knapp unter 100 Dollar je Fass Brent stand ein Minus von fast 11 Prozent zu Buche – ein ordentlicher Dämpfer für die Öllobby.

Die US-Aktienindices Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq notierten am Montag mit deutlichen Gewinnen, getrieben von der politischen Entspannung rund um einen möglichen Konflikt zwischen den USA und Iran. Die Marktteilnehmer reagierten erleichtert auf Trumps temporären Rückzieher bei den Angriffsdrohungen, was zusammen mit internationalen Warnungen vor einer drohenden Energiekrise das Bild bestimmte. Recherchen auf renommierten deutschen Nachrichtenseiten zeigen, dass das globale Energieumfeld weiterhin extrem angespannt ist: So warnte die Internationale Energieagentur aktuell eindringlich vor Nachwirkungen geopolitischer Krisen auf die Versorgungssicherheit, während gleichzeitig die Ölpreise wegen politischer Unsicherheiten und Nachfragerückgang schwanken. Hinzu kamen am Montag neue Signale aus Richtung der Notenbanken, etwa die Aussicht auf mögliche Leitzinssenkungen in den USA noch in diesem Jahr, was zusätzlich für positive Börsenstimmung sorgte.

Schlagwort aus diesem Artikel