Durchwachsene Wall Street: Nasdaq sticht hervor, Dow verliert an Boden

Der Dienstag brachte an den US-Börsen ein widersprüchliches Bild – während Tech-Werte besonders gefragt waren, blieb der Gesamtmarkt zurückhaltend.

26.05.26 22:23 Uhr | 4 mal gelesen

An der Wall Street herrschte heute ein echtes Patchwork-Gefühl: Der Dow Jones schloss mit 50.462 Punkten, was einem kleinen Rücksetzer von 0,2 Prozent entspricht. Gleichzeitig setzte der S&P 500 zu einem überzeugenden Sprung an und lag kurz vor Börsenschluss rund 0,6 Prozent im Plus. Noch auffälliger: Die Nasdaq, ohnehin ein Spielfeld der Tech-Giganten, zog kräftig davon. Der Nasdaq 100 kletterte zuletzt um satte 1,8 Prozent auf etwa 30.001 Punkte – hier wirkten Analystenmeinungen zu Micron als Treiber. Viel Aufmerksamkeit galt nach wie vor den geopolitischen Spannungen rund um die USA, Israel und den Iran. Trotz laufender Angriffe flackert bei Anlegern Hoffnung auf Fortschritt: Das Weiße Haus signalisiert Durchhaltewillen und hält an Verhandlungen fest. Ein kleines Novum: Der Iran wechselt von Durchfahrtsgebühren für die vielbefahrene Straße von Hormus zu Servicepauschalen – manche interpretieren das als vorsichtige Annäherung. Indes verlor der Euro leicht an Wert: Am Dienstagabend kostete ein Euro 1,1632 Dollar, während der Dollar bei 0,8597 Euro notierte. Gold-Fans mussten schlucken; das Edelmetall büßte 1,4 Prozent ein und stand bei 4.507 Dollar je Feinunze (etwa 124,58 Euro/Gramm). Ein Kontrast: Die Ölpreise zogen scharf an – Brent-Rohöl notierte mit fast 100 Dollar pro Fass um 3,6 Prozent höher als zuvor.

Die US-Börsen zeigten sich am Dienstag ohne klare gemeinsame Richtung. Zwar gab es für die Tech-Werte teils große Zugewinne, ausgelöst durch positive Analystenkommentare, doch der Gesamtmarkt wurde von geopolitischer Unsicherheit und den laufenden Nahost-Verhandlungen beeinflusst. An den Rohstoffmärkten ließ Gold nach, während Öl wegen weltpolitischer Risiken anzog. Aktuelle Recherchen zeigen: Die Technologiewerte beflügelte insbesondere die Hoffnung auf eine stetig starke Halbleiter-Nachfrage, wie jüngste Prognosen zu Micron unterstreichen. Gleichzeitig bleibt der Ölmarkt angespannt – die Unsicherheiten in der Straße von Hormus und die drohenden Versorgungsengpässe spielen eine große Rolle für den Preisanstieg. An den Devisenmärkten spiegelte sich die abwartende Haltung vieler Anleger in einer leichten Schwäche des Euro wider. Bis zur Einigung im politischen Konflikt bleibt der Markt nervös, kurzfristige Ausschläge scheinen programmiert.

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