Wirtschaftlicher Aufbruch? Das Vertrauen wankt – Skepsis gegenüber der Regierung wächst

Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeichnet ein düsteres Bild: Die Mehrheit in Deutschland glaubt nicht mehr daran, dass das aktuelle Regierungsbündnis in der Lage ist, die Wirtschaft wirklich aus dem Tief zu holen.

heute 16:42 Uhr | 2 mal gelesen

Umfrage: Hoffnung verliert an Boden

Wieder hat das schon fast traditionsreiche Trendbarometer von RTL / ntv nachgefühlt, wie es um die wirtschaftliche Zuversicht bestellt ist. Das Ergebnis? Ernüchternd, vielleicht ein wenig deprimierend: Gerade einmal gut jeder vierte Befragte hält einen nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung unter der amtierenden Bundesregierung für vorstellbar. Gegenüber dem Sommer 2023 ist das nochmals ein deutlicher Dämpfer, ganze neun Prozentpunkte weniger. Die Zahl der Pessimisten wächst; Hoffnung, so scheint es, entfaltet sich inzwischen zögernd wie eine Sonnenblume im Schatten.

Ost-West-Unterschiede – mit Nebenwirkungen

Besonders auffällig ist der Vertrauensschwund im Osten, wo 81 Prozent keinerlei Besserung erwarten; im Westen sind es immerhin noch 68 Prozent, also auch nicht wirklich ein Grund für Euphorie. Wer denkt, dass nur die "üblichen Verdächtigen" skeptisch sind, täuscht sich wohl: Gerade auch Berufstätige und Unternehmer schütteln mit dem Kopf – 81 Prozent von ihnen schätzen die Lage ähnlich düster ein.

Politischer Rückenwind? Fehlanzeige

Ein kleiner Hoffnungsschimmer leuchtet überraschenderweise ausgerechnet bei den CDU/CSU-Anhängern; dort glaubt noch fast die Hälfte an positive Impulse. Bei allen anderen Parteien überwiegt dagegen die Skepsis und ein gewisser Trotz, als hätte man sich an die Umstände gewöhnt. Die Umfrage umfasst ein gutes Tausend Menschen; und wie das bei solchen Schnappschüssen so ist – vielleicht ist das ein Momentbild, vielleicht aber auch mehr. Eine Momentaufnahme voller Fragezeichen.

Sinkendes Vertrauen, steigende Unsicherheit

Die neusten Forsa-Daten zeigen, wie stark das Misstrauen gegenüber der Wirtschaftspolitik der Regierung zugenommen hat – vor allem in Ostdeutschland ist jegliche Zuversicht wie weggeblasen. Eine leergefegte Hoffnungshalle, möchte man fast sagen. Gleichzeitig betonen Berichte aus der Wirtschaft weitere kritische Faktoren: Der Arbeitskräftemangel verschärft sich, Energiepreise sind nach wie vor im Höhenflug, und die Exportbranchen leiden unter globaler Unsicherheit. Verschiedene Wirtschaftsforschungsinstitute listen zudem regelmäßige Unternehmensabwanderungen sowie zögerliche Investitionen als Warnsignale auf. Selbst groß angekündigte Konjunkturprogramme werden, wie etwa im SPIEGEL ausführlich beschrieben, kritisch diskutiert; viele Unternehmen fühlen sich von Regulierungen und Bürokratie ausgebremst (Quelle: Der Spiegel, Süddeutsche Zeitung, ZEIT ONLINE). Nach aktuellen Recherchen bleibt auch auf längere Sicht offen, ob politische Wechsel oder neue Maßnahmen tatsächlich Vertrauen und Investitionstätigkeit wiederbeleben können – das Fazit zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Analysen: Optimismus ist gerade rar.

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