Verbraucherzentrale begrüßt Vorschlag für Zuckersteuer auf Softdrinks – Süßstoffdrinks nicht ausgenommen

Die Initiative des Bundesfinanzministeriums, künftig eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke zu erheben, stößt bei den Verbraucherzentralen auf breite Zustimmung.

Ramona Pop vom Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hebt hervor, dass vor allem auch Getränke mit Zuckerersatzstoffen Teil der Regelung sein sollen.

heute 16:44 Uhr | 3 mal gelesen

Zwischen Gesundheitsschutz und Staatskasse

Wenn man ehrlich ist: Bei einer Steuer auf Softdrinks dreht sich vieles um die Frage – Gesundheit oder bloß ein neuer Griff in die Portemonnaies? Ramona Pop vom VZBV findet deutliche Worte: "Eine nachhaltige Strategie zur Vermeidung von Übergewicht darf nicht auf halber Strecke stehen bleiben – alle Getränke mit zugesetzten Süßungsmitteln, egal ob Zucker oder chemischer Ersatz, gehören in den Blick."

Was passiert mit dem Geld?

Ein wesentlicher Punkt für die Akzeptanz: Wohin die Einnahmen fließen. Die Verbraucherschützer argumentieren, das Geld müsse sinnvoll eingesetzt werden – zum Beispiel für Ernährungsbildung und Präventionsprogramme. Denn Hand aufs Herz: Nur Steuern zu kassieren verbessert kein einziges Schulbrot.

Zucker als Verhandlungssache?

Erhöht die Steuer einfach die Preise? Nicht unbedingt, sagt Pop – und schiebt einen Denkanstoß hinterher: Die Industrie könnte auch einfach die Rezepturen anpassen und weniger Zucker in ihre Drinks mischen. Die Steuer wäre quasi ein Signal – weniger als Strafe, mehr als Einladung zur Veränderung.

Wen erwischt’s letztlich?

Das Finanzministerium denkt größer: Erfasst werden sollen nicht nur klassische Cola & Co., sondern ebenfalls Smoothies, vermeintlich gesunde Säfte oder angesagte Getreidedrinks. Überraschend vielleicht – aber nur konsequent, meinen die Verbraucherschützer. Die Grenze zwischen Limo und Lifestyle-Drink ist eben oft fließend.

Überblick zu den Hauptaspekten

Die geplante Steuer auf zuckerhaltige sowie künstlich gesüßte Getränke wird von Verbraucherschutzorganisationen als sinnvoller Impuls für die öffentliche Gesundheit begrüßt – sofern das Geld im Sinne von Prävention und Ernährungsaufklärung genutzt wird. Im Kontrast dazu stehen Bedenken der Industrie, die vor Mehrbelastungen und prekären Folgen für Hersteller und Konsumenten warnen. Ein Blick nach Großbritannien und andere Länder zeigt: Reduzierter Zuckergehalt in Getränken und erste Erfolge bei der Bekämpfung von Übergewicht sind möglich. Analysten und Experten – etwa aus Medien wie der Tagesschau oder FAZ – raten dazu, flankierende Maßnahmen wie Bildung und Förderung sozial schwächerer Gruppen anzugehen, um Ungleichheiten nicht zu verschärfen und die Steuer sozialverträglich umzusetzen.

In aktuellen Berichten der letzten 48 Stunden wird erneut darauf hingewiesen, dass Deutschland an einem Modell arbeitet, das die Erfahrungen anderer Staaten berücksichtigt und damit mögliche Tricksereien der Industrie (etwa das Ausweichen auf Süßstoffe) vorbeugen will. Zudem werden Warnungen von Politikern aufgegriffen, dass allein eine Steuer keine vollständige Lösung bietet – begleitende Aufklärungsarbeit scheint unerlässlich.

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