13 Prozent Zustimmung – das ist das aktuelle Stimmungsbarometer für Friedrich Merz. Eine Zahl, die sich anfühlt, als wäre sie festgetackert, irgendwo zwischen Resignation und Gleichgültigkeit. Laut der jüngsten Forsa-Erhebung herrscht wenig Begeisterung in der Bevölkerung über die Politik des Kanzlers. 85 Prozent, also der Löwenanteil, geben offen zu: Zufriedenheit sieht ganz anders aus. Man würde vermuten, in den eigenen Reihen säßen da noch ein paar mehr Unterstützer, aber selbst dort ist die Luft raus: Nur 45 Prozent der CDU/CSU-Anhänger halten noch zu Merz; mehr als die Hälfte ist schon abgerückt – bemerkenswert, wie schnell sich Loyalitäten verschieben können. Vertrauen – auch so ein rares Gut: Wenn man fragt, ob Merz es schafft, in den kommenden Monaten wieder Vertrauen herzustellen, winken die meisten ab. Lediglich elf Prozent geben ihm überhaupt noch Chancen auf einen Comeback-Moment. Die Skepsis ist selbst im konservativen Lager spürbar: Ein Drittel hält einen Aufschwung noch für möglich, die Mehrheit glaubt nicht daran. Politische Großwetterlagen drehen sich manchmal im Minutentakt. Und vielleicht hatte Merz einfach nie den Wind im Rücken, den es dafür gebraucht hätte. Wer weiß.
Friedrich Merz gelingt es nach wie vor nicht, das geringe Vertrauen in seine Kanzlerschaft zu überwinden. Seine aktuellen Zustimmungswerte verharren auf einem Tiefstand: Laut Forsa sind nur 13 Prozent zufrieden, und lediglich elf Prozent rechnen in den nächsten Monaten mit einer Wende zugunsten von Merz – selbst unter klassischen CDU/CSU-Sympathisanten kippt die Stimmung. Verschärft wird die Situation durch parteiinterne Konflikte, etwa um Personalfragen und die Ausrichtung in der Wirtschafts- und Migrationspolitik; dazu kommt eine zunehmende Kommunikationsmüdigkeit. Nach aktueller Medienrecherche betonen zahlreiche deutschsprachige Leitmedien die tieferliegende Vertrauenskrise der gesamten politischen Klasse: Polarisierte Debatten, die Konkurrenz durch die AfD und eine wachsende Unentschlossenheit im konservativen Lager machen eine Neupositionierung der Union immer schwieriger. Gleichzeitig sehen Beobachter einen generellen Wandel: Nicht nur Merz, auch andere Parteichefs kämpfen um Glaubwürdigkeit und Deutungshoheit – ohne bislang wirklich überzeugende Strategien zu präsentieren.